Auf den Tag genau ein Jahr hatte Niklas Schmidt auf diesen Moment warten müssen, am 10. Januar diesen Jahres war es dann endlich so weit. Im Sechzehntelfinale des französischen Pokals feierte der offensive Mittelfeldspieler sein Comeback nach einem Kreuzbandriss, den er sich am im Januar 2025 zugezogen hatte. Beim Auswärtsspiel in Angers war er dann auch gleich gefordert und half dem FC Toulouse mit seinem Tor im Elfmeterschießen zum Weiterkommen, nun sucht der 27-Jährige sein Glück vorerst wieder in Deutschland.
Der SV Darmstadt 98 leiht Schmidt bis Saisonende vom aktuellen Tabellen-Achten der Ligue 1 aus - und konnte in den Gesprächen mit dem Bundesliga-erfahrenen Spieler mit zwei Weggefährten Schmidts punkten: Lilien-Trainer Florian Kohfeldt verhalf Schmidt in der Saison 2016/17 zum Drittliga-Debüt in der 2. Mannschaft von Werder Bremen, für deren Profis Schmidt nach zwei Leihen nach Wiesbaden und Osnabrück zwischen 2021 und 2023 51 Pflichtspiele in Bundesliga, 2. Bundesliga und DFB-Pokal absolvierte.
In seiner Zeit beim SV Wehen Wiesbaden traf Schmidt zudem auf Paul Fernie, der dort als Scouting-Leiter tätig war, und sich nun als Sportdirektor des SV Darmstadt auf das Wiedersehen freut: "Mit Niklas bekommen wir einen absoluten Kreativspieler, den wir vorrangig für das offensive Mittelfeld einplanen, der aber auch in der Zentrale variabel einsetzbar ist", beschreibt Fernie den Neuzugang, der bereits am Vormittag mit der Mannschaft trainiert hatte.
Reaktion auf den Ausfall Corredors
"Es ist eine besondere Konstellation, dass sowohl Flo als auch ich bereits mit Niklas zusammengearbeitet haben und seine besonderen Qualitäten daher genau kennen", so Fernie weiter über den Spieler, dessen Transfer auch wegen des Ausfalls von Kreativspieler Killian Corredor vonnöten war. Der Franzose fällt mit Hüftproblemen auf unbestimmte Zeit aus. "Er ist ein technisch starker und sehr spielintelligenter Kombinationsspieler, der für entscheidende Momente sorgen kann."
"Ich hatte sofort ein sehr gutes Gefühl, als ich vom Interesse aus Darmstadt erfahren habe", erklärt die neue Nummer 31 der Lilien. "Die Mannschaft spielt einen attraktiven Fußball und ich glaube, dass meine Spielweise sehr gut zu dieser Idee passt. Die ersten Eindrücke von meinen Mitspielern und der heutigen Einheit waren top und ich kann es kaum erwarten, erstmals das Trikot der Lilien überzustreifen."