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"Gibt Spielraum dafür": Xabi Alonsos Gedanken über neues Personal

kicker

Das sechste Spiel, die erste Niederlage. "Die schlechte Nachricht für mich ist: Es wird nicht meine letzte sein", nahm Trainer Xabi Alonso die herbe 0:4-Klatsche gegen PSG mit ein wenig Galgenhumor.

Eingeleitet hatte sie der Pechvogel dieser Klub-WM. Nach einem leichtfertig verursachten Elfmeter und einer Roten Karte in der Gruppenphase stand Raul Asencio auch im Viertelfinale neben sich, mit seinem kapitalen Bock beim 0:1 leistete er seinem Team erneut einen Bärendienst.

In der Einzelkritik zum Turnier erhielt der Abwehrspieler von der Marca null von zehn Punkten. "Er hat bei der Weltmeisterschaft alles verspielt, was er in einer Saison gewonnen hatte", hieß es in der spanischen Sportzeitschrift. "Drei schwerwiegende Fehler in drei verschiedenen Spielen haben ihn nicht nur sportlich, sondern auch im Hinblick auf seine Zukunft im Kader in Verruf gebracht. Die Weltmeisterschaft hat ihm sehr geschadet."

Für die Defensive, in der auch Antonio Rüdiger gegen PSG fatal patzte, hat Real eigentlich ja schon nachgelegt. Bitter, dass ausgerechnet gegen den bis dato stärksten Gegner die Neuzugänge Trent Alexander-Arnold (angeschlagen) und Dean Huijsen (gesperrt) nicht zur Verfügung standen. Der dritte Neue im Bunde, Offensiv-Talent Franco Mastantuono, war bei der Klub-WM noch nicht dabei.

Dass Real sich weiter auf dem Transfermarkt umschaut, ließ Alonso deutlich durchblicken. "Während der Klub-WM haben wir nicht über die Zusammensetzung des Kaders gesprochen. Wir sind bereit, uns verbessern zu wollen, und es gibt Spielraum dafür", so der ehemalige Leverkusen-Coach.

Für Alonso ist das Ende des Turniers gleichzeitig ein klarer Cut. "Es ist Zeit für einen Neustart", sagte der 43-Jährige, der zukünftig auch auf die Routiniers Luka Modric und Lucas Vazquez verzichten muss. "Dieses Spiel ist das Ende der Saison, nicht der Beginn der nächsten. Wir werden positive Dinge mitnehmen, wir gehen als besseres Team, auch wenn es jetzt schwer zu erklären ist. Aber ich bin überzeugt, dass es uns als Ausgangspunkt dienen wird, um besser in die Saison zu starten." Die Partie und das Turnier hätten ihm generell gezeigt, "wer wir sind und was wir verbessern müssen".

Können Vinicius und Mbappé überhaupt miteinander?

Dazu gehört auch das Zusammenspiel von Vinicius Junior und Kylian Mbappé, das auch nach einem Jahr noch nicht reibungslos funktioniert. Auf die Disharmonien der beiden Ausnahmekönner angesprochen, wollte Alonso allerdings nicht ins Detail gehen. "Ich spreche nicht über Einzelpersonen. Ich spreche vom Team und davon, wie wir spielen wollen."

Dass der Lerneffekt sich in Grenzen hält, daraus macht der Trainer allerdings auch keinen Hehl. "Manchmal ist es gut, Fehler zu sehen und daraus für die Zukunft zu lernen. Wenn wir denselben Fehler immer wieder machen, sind wir nicht intelligent."