Eine große Enttäuschung erlebte Felix Uduokhai in den Play-offs der Conference League: Der Deutsche und Besiktas Istanbul verpassen nach einer 0:1-Niederlage im Rückspiel gegen den FC Lausanne-Sport den Sprung in die Ligaphase. Dabei standen der 27-Jährige und Innenverteidiger-Partner Gabriel Paulista unfreiwillig im Fokus.
Erst kam der Brasilianer kurz vor der Halbzeit als einziger der türkischen Viererkette auf die Idee, eine Abseitsfalle auszuprobieren. Nathan Butler-Oyedeji entwischte und bedankte sich mit dem Treffer des Tages (45.+1). Direkt nach Wiederanpfiff sollte es dann noch schlimmer für die Schwarzen Adler kommen.
Keine 60 Sekunden waren im zweiten Durchgang gespielt, da leistete Uduokhai seinem Team einen Bärendienst. Mit hoher Intensität und vollem Risiko grätschte der ehemalige Augsburger Brandon Soppy um und flog wegen eines groben Foulspieles vom Platz.
In Unterzahl probierte Besiktas nochmal alles, sollte aber offensiv nicht mehr zwingend werden. So stand letztlich nach dem 1:1 im Hinspiel ein verdientes Ausscheiden zu Buche. Als Reaktion auf das Verpassen der Ligaphase entließ die Mannschaft vom Bospurus noch am Abend Trainer Ole Gunnar Solskjaer.
Selkes Tor reicht nicht
Besiktas war allerdings nicht der einzige türkische Teilnehmer, der am Donnerstag in den Play-offs scheiterte. Ein deutscher Landsmann erlebte dasselbe Schicksal - und das, obwohl für Davie Selke und Basaksehir alles so gut begonnen hatte: Bereits in der siebten Minute egalisierte der Stürmer die 1:2-Hinspiel-Niederlage.
Schnell sollte das Spiel bei Universitatea Craiova jedoch eine bittere Wendung nehmen. Nur zwei Minuten später schlugen die Rumänen zurück. Schlussendlich schieden Selke und Co. mit einem 2:5 nach Hin- und Rückspiel sang- und klanglos aus.
Gosens bucht Ligaphase
Mit Robin Gosens sollte zumindest ein Deutscher in den Conference-League-Play-offs etwas zu jubeln haben - auch wenn der Nationalspieler überraschenderweise nach dem 3:0-Hinspielsieg erst mal auf der Bank mit seiner Viola zittern musste. Unter anderem durch ein Volley-Traumtor von Oleksandr Andriyevskyi lag die AC Florenz nach nur 14 Minuten mit 0:2 zurück.
Mit der Hereinnahme von Gosens zur Halbzeit sollte sich allerdings das Blatt spät in der zweiten Hälfte wenden. Der Schienenspieler legte erst für Dodo (78.) und dann für Luca Ranieri auf (86.), ehe Altstar Edin Dzeko den 3:2-Endstand erzielte (89.). So darf sich der Blick von Gosens am Freitag nach Monaco richten, wenn die Auslosung der Conference-League-Ligaphase im Fürstentum stattfindet.