Ein herrlicher Chip und eine Traumannahme samt gefühlvollem Abschluss: Mit einem seltenen Doppelpack glänzte Ilkay Gündogan in der Nacht auf Montag (MESZ) bei der Klub-WM beim 6:0 gegen Al-Ain und lieferte damit gewissermaßen die Vorlage für seine Worte im Nachgang: Auch mit 34 Jahren sieht er sich bei Manchester City immer noch voll auf der Höhe - und denkt nicht an Abschied.
"Ich habe noch ein Jahr Vertrag und bin hier sehr glücklich. Ich glaube, das weiß jeder", betonte der Mittelfeldspieler, dessen Kontrakt sich im Frühjahr automatisch bis 2026 verlängert hatte. "Ich genieße meinen Fußball. Ich glaube, dass ich noch einige Jahre vor mir habe. Ich kann auf höchstem Niveau spielen, indem ich gut auf mich achte. Ich denke, das habe ich bewiesen. Auch in der letzten Saison, in der ich kein einziges Spiel verpasst habe. Ich bin also verfügbar. Ich bin fit. Ich fühle mich wirklich gut. Und ich möchte noch viel länger auf höchstem Niveau spielen."
Das klingt schwer danach, als könnten sich interessierte Klubs den Versuch sparen, Gündogan aus Manchester wegzulocken. Zuletzt war von einer Kontaktaufnahme durch Galatasaray berichtet worden - auch vor dem Hintergrund, dass die Konkurrenz für den 82-maligen Nationalspieler im zentralen Mittelfeld durch Rodris Rückkehr und die Verpflichtung von Tijjani Reijnders (AC Mailand) 2025/26 größer werden wird. Außerdem wird Trainer Pep Guardiola nicht müde zu betonen, dass ManCitys Kader verkleinert werden müsse.
Für Gündogan, der vor einem Jahr überraschend aus Barcelona zum damaligen englischen Meister zurückgekehrt war, ist die Zusammenarbeit mit dem Katalanen allerdings weiterhin ein "Privileg". Jede Trainingseinheit und jedes Spiel sei unter Guardiola ein Genuss. Und auch der Trainer erklärte: "Stand jetzt ist Ilkay absolut ein Teil meiner Planungen und der Mannschaft."
Ein Tor zu wenig? Gündogan mit 6:0 nicht zufrieden
Mit dem Auftritt gegen Al-Ain war Gündogan aber nur teilweise zufrieden. Er kritisierte - ganz in seiner einstigen Rolle als Kapitän - einen kleinen Durchhänger kurz vor und kurz nach der Pause. "Wir waren ein bisschen langsam, das hat uns am Ende das eine Tor gekostet, das wir gebraucht hätten."
Weil Juventus Turin ebenfalls beide Auftaktspiele gewann, aber bei gleicher Tordifferenz mehr Tore erzielte als Gündogan & Co. (9:1 vs. 8:0), muss ManCity am finalen Gruppenspieltag gegen Juve gewinnen, um Gruppensieger zu werden und damit womöglich Real Madrid im Achtelfinale aus dem Weg zu gehen.