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Heckings Ecken-Überraschung und ein großer Hannover-Wunsch

kicker

Die Erleichterung ist riesig beim VfL Wolfsburg - für den Moment. Das Zwischenziel Relegation, das vor einigen Wochen noch illusorisch erschien, ist nach dem 3:1-Sieg auf St. Pauli geschafft, Dieter Hecking betont aber direkt: "Wir haben noch gar nichts erreicht."

Zwei Zusatzspiele hat sich der erfahrene Trainer, vor einem Jahr noch mit dem VfL Bochum abgestiegen, erarbeitet. Zwei Schritte noch bis zur Rettung, am Sonntag wird der Gegner aus der 2. Liga ermittelt. Hecking nimmt’s, wie es kommt, betont mit Blick auf seinen Ex-Klub aber auch seinen großen Wunsch: "Nein, ich will nicht nach Hannover." Aktuell liegt 96 auf Rang 3 ...

Kriegt der VfL gerade noch rechtzeitig die Kurve in dieser lange so katastrophalen Saison? Hecking übernahm das Team am 8. März mit vier Punkten Rückstand auf den Gegner vom Samstag, stabilisierte den VfL, ohne dabei zu glänzen und punktete parallel selbst mit großer Erfahrung, demonstrativer Ruhe und kompromisslosen Entscheidungen. Vor einer Woche Topscorer Mohammed Amoura nach einer Trainingskeilerei zu suspendieren und den Algerier auch in Hamburg erst in den Schlussminuten zu bringen, hat Heckings Ansehen innerhalb des Klubs zusätzlich gestärkt. Weil er dem Team vertraut und fehlende Professionalität rigoros ahndet - egal, wie groß der Name ist.

„Der Trainer hat es geschafft, Zuversicht zu verbreiten, Ruhe reinzubringen.“ (VfL-Spieler Yannick Gerhardt über Dieter Hecking)

Heilsbringer Hecking - für den Augenblick. "Der Trainer hat es geschafft, Zuversicht zu verbreiten, Ruhe reinzubringen", sagt Yannick Gerhardt, "man merkt, die Spieler haben wieder Selbstvertrauen." Auch hier gilt: gerade noch rechtzeitig?

Selbstvertrauen und Qualität, die sich in den vergangenen Wochen gerade bei Standardsituationen zu einer absoluten Waffe entwickelt haben. Eckball Christian Eriksen, Kopfballtreffer Konstantinos Koulierakis, das gab es unter Hecking in Hoffenheim (1:1), in Freiburg (1:1) und nun auch auf St. Pauli, wo auch das zweite VfL-Tor einem Eckstoß des Dänen in den Pulk im Fünfmeterraum entsprang.

Wolfsburg wie Arsenal - nur ganz ohne Training

Wolfsburg macht’s wie der FC Arsenal, Heckings Lob geht an Torwart- und Standardcoach Pascal Formann. "Er macht das exzellent", so der Trainer zum kicker, verrät aber auch Überraschendes: "Seit drei Wochen haben wir Ecken eigentlich gar nicht mehr groß trainiert." Auch das kann durchaus erfolgreich sein und ein Mittel in der nun folgenden Relegation (Donnerstag und Montag). Sind aller guten Dinge drei? 2017 und 2018 rettete sich der VfL gegen Eintracht Braunschweig und Holstein Kiel.