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Henriksens Fazit: "Wir sind bereit"

kicker

Trotz eines torlosen Unentschiedens gegen Racing Straßburg: Die Mainzer Generalprobe vorm DFB-Pokalspiel bei Dynamo Dresden ist gelungen. Vor 11.500 Zuschauern im Rahmen der offiziellen Saisoneröffnung in der MEWA-Arena machte das Team von Trainer Bo Henriksen einen griffigen und topfitten Eindruck - auch wenn die Gäste unterm Strich die etwas besseren Möglichkeiten besaßen. "Es hätte auch 2:2 oder 3:3 ausgehen können", urteilt Henriksen, "aber wir wollten ganz bewusst ein offenes Spiel, um auch unsere Chancen zu haben."

Von Anfang an setzten die 05er immer wieder starke Akzente im Pressing- und Umschaltspiel, doch Jae-sung Lee machte es nach hoher Balleroberung im Zusammenspiel mit Paul Nebel zu umständlich (25.), dann scheiterte Anthony Caci nach einer Klasse-Kombination über Kaishu Sano und Nebel frei an Keeper Mike Penders (28.).

Im Gegenzug zeigten sich die Gastgeber, die auf den erkrankten Abwehrchef Stefan Bell verzichten mussten, allerdings auch bemerkenswert anfällig gegen die starken Konter der Franzosen. Torwart Robin Zentner musste gegen Emegha (4.) sowie Panichelli (40.) gleich zweimal im eins gegen eins retten, parierte zudem aus kurzer Distanz gegen Lemarechal (39.). Der Schlussmann selbst sah es positiv: "Ich bin froh, dass ich auch mal ein paar Bälle halten konnte, das war im Lauf der Vorbereitung nicht so oft der Fall. So war es auch für mich ein guter Abschluss."

Zwei Einsätze an einem Tag: Das Zeichen des Trainers an Toptalent Potulski

Im zweiten Durchgang blieb das Geschehen intensiv, der nächste Höhepunkt folgte aber erst in der 71. Minute: Auf Vorarbeit von Danny da Costa hatte Benedict Hollerbach die Mainzer Führung auf dem Fuß, fand jedoch in Penders seinen Meister. Apropos Hollerbach: Der Neuzugang von Union Berlin hatte als Mittelstürmer begonnen und wechselte nach der Pause für Lee auf den rechten Flügel. Dafür übernahm Nelson Weiper im Zentrum. Auf welche Variante Trainer Bo Henriksen beim Pflichtspielstart in Dresden setzen wird, scheint die letzte wirklich offene Frage bezüglich der Startelf.  Nur 120 Sekunden nach Hollerbachs Großchance verzog dann auf der Gegenseite Joker Bakwa aus ebenfalls höchst aussichtsreicher Position.

Henriksens Fazit: "Wir sind bereit." Sowohl für Dresden als auch die folgenden Begegnungen in Conference-League-Play-offs und der Bundesliga. Wegen der unverständlichen Pokal-Ansetzung am Montagabend warten auf die Rheinhessen bekanntlich fünf Pflichtspiele binnen 14 Tagen. Ein Thema, das bei den Klubverantwortlichen um Sportvorstand Christian Heidel für absolut verständlichen Ärger sorgt, von Henriksen und seinen Spielern indes professionell ausgeblendet wird.

"Wir freuen uns auf die fünf Spiele", betont Zentner, "ändern können wir es ohnehin nicht." Und: "Wir haben einen guten, großen Kader zur Verfügung." In dem neben dem wieder genesenen Andreas Hanche-Olsen auch Abwehr-Toptalent Kacper Potulski als Alternative in der Dreierkette offensichtlich eine immer größere Rolle spielt. Dass der 17-Jährige am Samstag als einziger Feldspieler in beiden Tests gegen Racing zum Einsatz kam, lässt sich getrost als Zeichen werten.