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Hertha lockt Brekalo

kicker

Stefan Leitl räumte das Thema nicht komplett ab, aber er nahm eine Menge Aufgeregtheit raus. "Fakt ist, dass wir Stand jetzt keinen Transfer tätigen", sagte Herthas Coach vor etwas mehr als einer Woche - mit einer Einschränkung: "Es kann sein, dass noch etwas passiert, aber nur, wenn wir intern Dinge lösen, um eventuell Budget freizubekommen, um jemanden zu verpflichten." Im Hintergrund arbeitet Hertha BSC fieberhaft an Lösungen - um auf der Zielgeraden der am Montag endenden Transferperiode den eigenen Kader doch noch verstärken zu können. Die Berliner beschäftigen sich mit dem früheren Wolfsburger Josip Brekalo (der italienische Transferjournalist Fabrizio Romano berichtete zuerst).

Wanderjahre nach dem Abgang aus Wolfsburg

Brekalo ist bei La-Liga-Schlusslicht Real Oviedo nicht der erhoffte Faktor. Nach 15 Pflichtspieleinsätzen in dieser Saison (14 in der Liga, einer im Pokal) steht für den Aufsteiger ein Tor in der Bilanz des Offensivakteurs. Beim Spiel gegen Girona am Samstagnachmittag soll er dem Vernehmen nach nicht mehr im Kader stehen, sondern für Gespräche mit einem neuen Klub bereits freigestellt sein. Hinter dem 35-fachen kroatischen Nationalspieler, der sowohl auf dem linken Flügel als auch als hängende Spitze spielen kann, liegen unstete Jahre. Nach seinem endgültigen Abschied vom VfL Wolfsburg im Januar 2023 folgten Stationen in Italien (AC Florenz), Kroatien (Hajduk Split), der Türkei (Kasimpasa) und - seit August 2025 - Spanien. Hertha hat den 27-Jährigen (122 Bundesligaspiele für Wolfsburg und Stuttgart, Vertrag in Oviedo bis 2027) im Blick, weil der Kader auf den Flügeln nicht viele Optionen bietet. Hinter Fabian Reese und Marten Winkler ist das Angebot dünn - und seit der Verletzung von Maurice Krattenmacher (Oberschenkel) noch dünner.

Wen gibt Hertha auf den letzten Metern noch ab?

Klar ist allerdings: Um einen Zugang finanzieren zu können, müssen die Berliner jemanden abgeben, daran hat sich nichts geändert. Der am vergangenen Wochenende vom uruguayischen Topklub Club Nacional vorschnell verkündete Wechsel von Herthas Innenverteidiger Agustin Rogel zurück in die Heimat ist noch immer nicht vollzogen. Ein Abgang von Rechtsverteidiger Julian Eitschberger in diesem Winter scheint vom Tisch zu sein. Hertha hatte zuletzt nach kicker-Informationen die Offerte eines anderen Zweitligisten, der 750.000 Euro Ablöse plus Boni bot, abgelehnt.

Am Sonntag gegen Darmstadt ist Eitschberger wegen der Gelb-Sperre von Deyovaisio Zeefuik ein Anwärter für die Startelf. Der isländische Nationalspieler Jon Dagur Thorsteinsson, der in den vergangenen vier Spielen nicht eine Minute zum Einsatz kam, gilt nach eineinhalb enttäuschenden Jahren inzwischen ebenfalls als Kandidat für einen Abgang. Er hat unter anderem in Belgien, wo er vor seiner Berliner Zeit zwei Jahre für OH Leuven spielte, einen Markt.