Bundesligist Hoffenheim arbeitet weiter an der Verschlankung seines Kaders. Am Mittwoch gaben die Kraichgauer nun auch den Abgang von Talent Luka Hyryläinen bekannt, der 20-Jährige wechselt zum Zweitligisten 1. FC Magdeburg.
Die TSG hatte den Finnen im Sommer 2022 gemeinsam mit Muhammed Damar aus der U 19 von Eintracht Frankfurt nach Hoffenheim gelotst. Damals sollen für das Talent eine Million Euro Ablöse geflossen sein, doppelt so viel wie seinerzeit für Damar.
Während Offensivspieler Damar nach zwei Leihen nun aber den Sprung in den Profikader schaffte und langfristig gebunden wurde, verpasste Sechser Hyryläinen diesen Schritt angesichts der Konkurrenz im defensiven Mittelfeld.
Keine guten Aussichten für den Finnen
In der Vorbereitung hatte sich Cheftrainer Christian Ilzer einen intensiven Eindruck verschafft von dem Hünen, der in der vergangenen Spielzeit nach Ulm ausgeliehen war und beim Zweitliga-Absteiger 28 Einsätze verbucht hatte. Der bullige Athlet (1,97 cm, 95 Kilo) bekam auch in den Testspielen regelmäßig Bewährungschancen.
Doch im aktuellen Erstliga-Aufgebot wäre der U-21-Nationalspieler Finnlands nicht auf ausreichend Spielzeit gekommen. Auch das Drittligateam der Hoffenheimer bot nicht die adäquate Bühne für Hyryläinen, der sich nun in Magdeburg in der 2. Liga weiter etablieren will.
TSG sichert sich Rückkaufoption
So ganz loslassen mag die TSG ihren vormaligen Perspektivspieler aber auch nicht, zumindest sicherte sich Hoffenheim nach kicker-Informationen eine Rückkaufoption, um bei einer entsprechenden sportlichen Entwicklung noch Zugriff zu haben. Eine Vertragsverlängerung inklusive einer erneuten Leihe war demnach nicht möglich.
"Luka ist ein junger, hochtalentierter Spieler, der für seine weitere sportliche Entwicklung Spielpraxis benötigt“, sagt Andreas Schicker, Geschäftsführer Sport bei der TSG. "Diese können wir ihm aufgrund der Konkurrenzsituation in unserem Kader aktuell nicht bieten. Daher haben wir gemeinsam beschlossen, dass ein Wechsel zum ambitionierten Zweitligisten 1. FC Magdeburg der richtige Schritt für seine Karriere ist. Wir werden seine Entwicklung weiterhin genau beobachten."
Damit erhöht sich die Zahl der Hoffenheimer Abgänge in diesem Sommer auf stattliche 18 Spieler. Und dennoch weist der augenblickliche Kader mit immer noch 32 Akteuren Übergröße auf. Vor allem die aussortierten Florian Grillitsch, Dennis Geiger und Mergim Berisha sollen noch gehen. Aber auch Gift Orban, Tim Drexler oder Finn Ole Becker könnten unter Umständen noch abgegeben werden.