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"Immer das Gleiche": Defensiv-Misere der Austria setzt sich fort

kicker

Vom Prunkstück zum Sorgenkind: War in der Vorsaison die Verteidigung Fundament und Punktegarant der Wiener Austria, so ist die violette Defensive in der aktuellen Spielzeit noch nicht auf Ballhöhe. Das hat die 3:4-Niederlage bei Banik Ostrava in der Qualifikation zur Conference League am Donnerstag einmal mehr gezeigt. "Es ist in den letzten Wochen immer das Gleiche. Wir kriegen viel zu leicht Tore", meinte Austria-Spielmacher Dominik Fitz frustriert.

Abgesehen von den zwei Zu-Null-Siegen gegen das unterklassige Spaeri Tiflis hat die Truppe von Trainer Stephan Helm in den restlichen drei Pflichtspielen in Voitsberg, beim GAK und Ostrava neun Gegentreffer kassiert. Da waren auch die sieben erzielten Tore zu wenig, um mehr als ein Remis vorzuweisen. "Wenn das so weitergeht, werden wir kein Spiel gewinnen in nächster Zeit. Wir müssen das ganz, ganz rasch abstellen, dass wir so leicht Tore bekommen. Da wäre wieder viel mehr drinnen gewesen heute", beklagte Fitz, der erneut als Vorbereiter und Vollstrecker auftrat.

"Unnötige Gegentore", "ärgerliches Ergebnis"

"Es ist halt extrem bitter, wenn du in Ostrava drei Tore schießt und trotzdem verlierst. Da müssen wir uns hinterfragen, was wir falsch machen defensiv", erklärte der 26-jährige Offensivspieler. Auch Außenverteidiger Reinhold Ranftl sprach von "sehr unnötigen Gegentoren". "Das passiert uns zu oft - speziell bei Standardsituationen, wo immer wieder der Hut brennt. Da müssen wir uns steigern, weil sonst wird das nächste Woche wieder sehr schwer."

Coach Helm versuchte, auch positive Aspekte einzusammeln. Das betraf vor allem die Offensive. Man habe in vielen Phasen gesehen, "was in uns steckt. Aber das Spiel hat auch gezeigt, das musst du über 90 Minuten liefern können, wenn du da mit einem positiven Ergebnis heimfahren willst", so Helm, der mit einem "extrem ärgerlichen" Resultat nach Hause fuhr.

Die Hoffnungen ruhen nun auf dem Rückspiel daheim in einer Woche. Mit den Fans im Rücken sei das Play-off in Reichweite, ist Fitz überzeugt. "Wenn wir die leichten Fehler abstellen und nicht so einfach Tore bekommen, dann ist absolut noch was möglich. Ich glaube, wir haben gesehen, wenn wir aufdrehen und gut nach vorne spielen, was dann möglich ist. Wir haben wieder viele Chancen gehabt. Wir müssen nächste Woche schauen, dass wir von der ersten Minute an da sind und Vollgas geben." Mit Celje (5:0 in Lugano) steht der mögliche Gegner mehr oder weniger bereits fest. Als Zwischenspiel gibt es am Sonntag (17 Uhr) zunächst das Heimduell mit einem weiteren Europacup-Fighter, dem WAC.