Das Champions-League-Duell zwischen dem FC Arsenal und Atletico Madrid begann schon über 24 Stunden vor dem Anpfiff an diesem Dienstagabend (21 Uhr, LIVE! bei kicker). Als die Gäste aus La Liga am Montag ihr Abschlusstraining im Emirates Stadium absolvierten, mussten sie feststellen, dass es in der hochmodernen Spielstätte kein warmes Wasser gab.
Wie unter anderem die Marca und die BBC berichten, hatte Atletico Arsenal darauf bereits frühzeitig nach Eintreffen im Stadion aufmerksam gemacht. Den Gunners gelang es jedoch demnach nicht, das Problem rechtzeitig zu beheben. Erst zehn Minuten nach dem Ende der Einheit funktionierte die Wasserversorgung wieder einwandfrei - doch da war es schon zu spät.
Die Atletico-Profis, die teilweise im Regen hatten trainieren müssen, waren direkt verschwitzt in den Bus gestiegen, um später im Hotel warm zu duschen. Kurios: Den Berichten zufolge wäre dies nicht nötig gewesen, hätte Simeone das Training nicht eine Viertelstunde früher als geplant beendet.
Die Atletico-Verantwortlichen waren offenbar derart wütend über die Umstände, dass sie sogar die UEFA einschalteten und eine offizielle Beschwerde beim europäischen Fußballverband einreichten. Eine Sanktion ist aber unwahrscheinlich, zumal die Rojiblancos immerhin erreichten, dass sich die Gunners umgehend bei ihnen entschuldigten. Absicht dürften sie den Hausherren ohnehin kaum unterstellt haben: Auch in der Umkleidekabine der Heimmannschaft blieb das Wasser kalt.
Arsenal geht nicht nur als Premier-League-Spitzenreiter in das Aufeinandertreffen mit Atletico, sondern auch als eines von sechs Teams, die in der Champions League optimal gestartet sind, und als das einzige neben Inter Mailand, das noch ohne Gegentor ist. Die Simeone-Elf hatte zum Auftakt beim FC Liverpool verloren (2:3), sich aber mit einem 5:1 gegen Eintracht Frankfurt in der Ligaphase zurückgemeldet.