Der GAK wird die neue Saison wohl mit dem größten Sturm der Bundesliga in Angriff nehmen. Zum 1,90 Meter großen Kapitän Daniel Maderner gesellt sich nämlich der 1,96 m lange Alexander Hofleitner, den sich die Rotjacken"vom Kapfenberger SV schnappen.
Der Burgenländer aus der Sommer-Opern-Gemeinde St. Margarethen hat sich in den vergangenen drei Jahren zu einem echten Tor-Phänomen entwickelt. Bis 2022 galt der heute 25-Jährige noch als verlässlicher Allrounder, der zwar in seiner Jugend auch als Stürmer funktionierte, beim ASKÖ Klingenbach aufgrund seiner Statur aber als Innenverteidiger und Sechser eingesetzt wurde. Bis ihn der neue Trainer ins Angriffszentrum des Landesligaklubs beorderte. Auf elf Tore in seiner ersten Saison folgten 22 in der zweiten - und im Sommer 2023 der Wechsel nach Kapfenberg in die 2. Liga.
Da stellte der Spätstarter mit sieben Toren zwar relativ schnell unter Beweis, dass er sich auch zwei Klassen höher durchzusetzen vermag, von der Bundesliga konnte aber noch keine Rede sein. In seinem zweiten Jahr wurde "Hofi" aber auch in der Böhlerstadt zur Tormaschine. Im Saisonfinish traf er in jedem seiner letzten sechs Spiele zumindest einmal und schraubte seine Ausbeute noch auf 18 Treffer, die ihm hinter Torschützenkönig Claudy Mbuyi, der bekanntlich zu Rapid wechselte, Platz zwei unter den Zweitliga-Torjägern einbrachten.
Anfang Juni machten noch Gerüchte die Runde, der "Lange" würde zu Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden nach Deutschland wechseln, da hatte sich aber auch Didi Elsneg schon am Werben um den unverhofften Torjäger beteiligt. Jetzt hat der GAK-Sportchef das Rennen gemacht.