Patric Pfeiffer, Fabian Nürnberger und womöglich auch Fraser Hornby - beim SV Darmstadt 98 fallen für das anstehende Heimspiel gegen Holstein Kiel bis zu drei wichtige Stammspieler aus. Innenverteidiger Pfeiffer ist gesperrt, Linksverteidiger Nürnberger hat weiter Oberschenkel-Probleme, ebenso wie Offensiv-Dirigent Hornby.
Vukotic für den gesperrten Pfeiffer
Pfeiffer wird nach seiner Roten Karte beim 1:3 in Dresden aller Voraussicht nach von Aleksandar Vukotic (3o) ersetzt. Der Serbe war bis zum Herbst Stammspieler auf der Position neben Pfeiffer, ehe er von Matej Maglica verdrängt wurde. Pfeiffer habe zwar "eine unglaublich wichtige Rolle" im Team, aber er habe volles Vertrauen in Vukotic. "Er gibt uns nochmal mehr Kopfballstärke, gerade auch bei Offensivstandards", sagte Kohfeldt. "Aber wir verlieren den Diagonalball von Paddy. Den traue ich Vuko mit dem rechten Fuß nicht immer zu."
Petretta als Option für Nürnberger-Ersatz
Bei Nürnberger hat Kohfeldt die Wahl zwischen Winterneuzugang Raoul Petretta (28) und Routinier Fabian Holland (35). Petretta hatte gegen Dresden etwas überraschend sein Startelf-Debüt gegeben, nachdem der Lilien-Coach vor dem Spiel noch explizit Ex-Kapitän Holland den Rücken gestärkt hatte. Petretta spielte gut, wie ihm Kohfeldt am Donnerstag nochmals bescheinigte, wurde aber zur Pause aus taktischen Gründen ausgewechselt. Zudem fehlte ihm noch die Luft für 90 Minuten. Vermutlich hat der italienische Abwehrspieler weiter die Nase vorn. Nürnberger wird laut Kohfeldt für das Magdeburg-Spiel in einer guten Woche zurückerwartet.
Hornby-Einsatz fraglich
Schwieriger ist die Situation bei Hornby, dem Dreh- und Angelpunkt der Lilien-Offensive. Der Brite hatte für das Dresden-Spiel kurzfristig passen müssen. Bei ihm müsse man die Einheiten am Donnerstag und Freitag abwerten, bevor man entscheide. "Deshalb ist er kein sicherer Ausfall, er ist aber auch kein sicherer Kader- oder Startelfkandidat", sagte Kohfeldt. Killian Corredor (25) ist erster Kandidat, sollte sich Kohfeldt für einen Zwei-Mann-Sturm entscheiden, in dem Isac Lidberg weiter gesetzt ist.
Erstes Aufeinandertreffen mit Walter
Die erste Niederlage nach 13 Spielen in Dresden habe man schnell abgehakt. "Wenn das dann irgendwann mal passiert, wie auch immer, dann liegt das in der Natur der Sache", sagte der Lilien-Coach. Nun habe man sich gut auf das Kiel-Spiel vorbereitet. "Das hat überhaupt nichts mit Wut zu tun. Das ist überhaupt nicht das Thema", stellte Kohfeldt klar. "Wir sind bei uns und konzentrieren uns Woche für Woche auf die Spiele. Das haben wir gesagt, als wir gewonnen haben und unentschieden gespielt haben. Nichts anderes gilt jetzt nach einer Niederlage." Mit Blick auf den Gegner freue er sich auf das erste Aufeinandertreffen mit Kiels neuem Trainer Tim Walter.