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Kompany: "Diese Sperren-Regel ist zu aggressiv"

kicker

Die gute Nachricht neben dem 2:1-Hinspielsieg am vergangenen Dienstag lautete aus Sicht des FC Bayern: Dayot Upamecano und Konrad Laimer kamen im Bernabeu ohne weitere Verwarnung davon und sind deshalb im Rückspiel einsatzbereit. Schließlich drohte beiden eine Sperre, steht Upamecano aktuell bei zwei, Laimer sogar bei vier Gelben Karten im laufenden Wettbewerb.

Für das Duo bleibt die Ausgangslage bezüglich einer Sperre gleich, auch im Rückspiel muss es aufpassen, um nicht in einem etwaigen Halbfinal-Hinspiel zuschauen zu müssen. Keine leichte Aufgabe gegen die pfeilschnellen Kylian Mbappé und Vinicius Junior. Mittlerweile sind sie jedoch nicht die Einzigen aus Bayerns Defensive, die sich in Acht nehmen müssen.

Torwart Manuel Neuer sah in Madrid wegen Zeitspiels in der Schlussphase den Gelben Karton, er dürfte mit all seiner Routine noch am ehesten eine Zwangspause vermeiden können. Bei Jonathan Tah sieht es dagegen aus wie bei Upamecano: Innenverteidiger, im Dauereinsatz gegen die Weltklasse-Stürmer von Real. Im Hinspiel hatte er sogar etwas Glück, als sein sehr harter Einsatz gegen Mbappé mit Gelb und nicht mit Rot geahndet wurde, was allerdings gerade noch vertretbar war.

Kompanys Appell an die UEFA

Sowohl Trainer Vincent Kompany als auch die Spieler werden freilich nicht an ein mögliches Halbfinale denken, es geht schlicht ums Weiterkommen gegen die Königlichen. Immerhin sieht es neben dem reinen 2:1 statistisch diesbezüglich sehr gut aus. Seit der Abschaffung der Auswärtstorregel siegten die Bayern dreimal im Hinspiel auswärts und kamen stets weiter: 2023 folgte auf ein 1:0 in Paris ein 2:0 daheim, 2025 genügte ein spätes 1:1 gegen Celtic Glasgow nach einem 2:1, vor wenigen Wochen war das 4:1 gegen Bergamo ein Spaziergang nach dem 6:1 in der Lombardei.

Kompany gab sich am Dienstagnachmittag bei der Pressekonferenz vor dem Rückspiel entspannt: "Das spielt keine Rolle, aber es ist ein Thema für die nächste Saison." Das Warum erklärte Bayerns Trainer und verband es mit einem Appell an die UEFA: "Ich finde es ganz schwierig, ohne Sperre durch die Champions League zu kommen. Es sind mehr Spiele als früher, trotzdem ist man nach drei Gelben Karten gesperrt. Diese Sperren-Regel ist zu aggressiv." Die klare Botschaft: Eine solche sollte es erst bei vier oder fünf Verwarnungen geben, zumal ja auch eine Fehlentscheidung eines Schiedsrichters eine Rolle spielen könne, womöglich erst viele Monate und Runden später.

Falls es doch zu Sperren in einem Halbfinale kommt, verfügt Kompany über Alternativen. Min-Jae Kim heißt die Erste in der Innenverteidigung. Bei den Außenverteidigern nähert sich Alphonso Davies mehr und mehr einer Match-Fitness für 90 Minuten, dürfte der Kanadier schon bald wieder in der Startelf auftauchen. Und Jonas Urbig hat Manuel Neuer im Tor bereits oft glänzend vertreten. Ideal wären solche Szenarien bei einem möglichen Gegner wie Titelverteidiger Paris St. Germain natürlich trotzdem nicht.