Paul Komposch nahm laut Pressemitteilung der Spielervereinigung VdF am Montag am Trainingsauftakt des TSV Hartberg teil - jedoch ausdrücklich unter Protest. Der Verein wurde demnach am Vormittag darüber informiert. Der 24-jährige Abwehrspieler und seine juristischen Vertreter sind weiterhin der Ansicht, dass die Optionsziehung durch den TSV Hartberg unrechtmäßig erfolgt ist. Mit Montag wurde diesbezüglich eine offizielle Protestschrift beim Protestkomitee der Österreichischen Fußball-Bundesliga (ÖFBL) eingereicht.
Damit werde die Entscheidung des Bundesliga-Senats 2 vollinhaltlich angefochten. Der vor rund vier Wochen gefasste Beschluss wäre laut VdF sowohl juristisch als auch in seiner Signalwirkung kritisch zu hinterfragen. Die Begründung lautete, dass der Vertrag in jeder Hinsicht missverständlich formuliert sei und somit davon auszugehen ist, dass beide Parteien eine Option wollten und diese auch zählt, egal welches Datum dafür vorgesehen war.
VdF-Vorsitzender Gernot Baumgartner: "Die Entscheidung des Senats 2 ist ein fatales Signal gegenüber der Professionalisierung des österreichischen Fußballs. Mit dieser Entscheidung werden Vereine, die schlampig oder unprofessionell arbeiten, belohnt bzw. dazu motiviert." Trotz dieser Umstände nehme Paul Komposch vorübergehend - jedoch unter Protest - am Training des TSV Hartberg teil und respektiert damit formal die Entscheidung des Senats 2.
Der Spieler habe den Verein bereits über seinen endgültigen Entschluss informiert, aus sportlichen Gründen im Sinne seiner Karriere ehestmöglich einen Vereinswechsel zu vollziehen. Dafür werden alle zur Verfügung stehenden Rechtsmittel, wie nun der Protest beim Protestkomitee und in weiterer Folge der Gang zum Arbeitsgericht - allenfalls auch unter Einbringung eines Antrags auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung - ausgeschöpft. Gernot Baumgartner: "Im Sinne des Spielers und aller Beteiligten ist zu hoffen, dass das Protestkomitee nun rasch eine Entscheidung trifft."