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Kovac erklärt Vertrauen in Champions-League-Debütant Mane

kicker

Mit dem vorzeitigen und sofortigen Abbruch der Leihe von Aaron Anselmino zu Borussia Dortmund hatte der FC Chelsea den BVB am Wochenende geschockt. Beim Revierklub reagierte man im Anschluss zwar emotional auf den abrupten Abschied des 20 Jahre alten Argentiniers, gleichwohl betonten die Verantwortlichen, dass man in der Innenverteidigung auch ohne Anselmino mit fünf Abwehrspielern gut aufgestellt sei.

Vor dem Champions-League-Showdown gegen Inter Mailand, bei dem die Dortmunder am Mittwochabend gewinnen müssen, um sich die kleine Restchance auf ein direktes Achtelfinal-Ticket zu erhalten, bekam Kovac nun umgehend aufgezeigt, wie dünn die Personaldecke in der Defensive ist.

Bensebaini statt Yan Couto auf der Außenbahn

Weil Waldemar Anton (Infekt) und Niklas Süle (Rücken) gegen die Nerazzurri verletzt ausfallen und Ramy Bensebaini statt Yan Couto (Bank) den gelbgesperrten Daniel Svensson auf der linken Seite ersetzt, gab es nach dem Anselmino-Abschied plötzlich nur noch drei Optionen für die drei Positionen vor Torwart Gregor Kobel.

Neben Kapitän Emre Can und Leistungsträger Nico Schlotterbeck tauchte mit Filippo Mane deshalb ein Spieler in der ersten Elf auf, der nach drei Kadernominierungen ohne Einsatz zum ersten Mal in seiner noch jungen Karriere in der Champions League auflaufen wird. "Ich habe keine Probleme, auf ihn zu setzen", hatte Kovac bereits im Vorfeld der Partie gesagt und die Entwicklung des Talents gelobt. "Er entwickelt sich in die richtige Richtung." In der Liga durfte Mane dann auch beim 3:0 in Berlin ein paar Minuten sammeln. Für Kovac war dies "auch eine Anerkennung für das, was er in der zweiten Mannschaft geleistet hat, beziehungsweise tagtäglich zeigt".

"Filippo hatte am Anfang der Saison großes Pech"

In Mailand folgte nun der Startelfeinsatz. "Filippo hatte am Anfang der Saison großes Pech. Wir hatten viele Verletzte, er kam dann rein, hat's im Pokal gegen Essen richtig gut gemacht", asgte der Trainer bei DAZN. Der bekam anschließend aufgrund anhaltender Verletzungsprobleme bei den Dortmundern auch zum Auftakt der Bundesliga-Saison beim FC St. Pauli das Vertrauen, sah kurz vor Schluss Rot - und der BVB spielte nach 3:1-Führung noch 3:3. "Es war nicht einfach für ihn, aber er hat die Einsatzzeiten in der zweiten Mannschaft genutzt, er ist U-21-Nationalspieler - und heute kriegt er das Vertrauen."

In der Offensive dürfen indes zum dritten Mal in der laufenden Saison (und zum zweiten Mal in Folge) beide Stürmer ran: Fabio Silva und Serhou Guirassy starten gemeinsam und bilden mit Maximilian Beier das Sturm-Trio. "Die drei machen es gerade sehr gut", begründet Kovac seine Entscheidung. "Sie haben es gegen Union sehr gut gemacht und gut gegen den Ball gearbeitet."

Sommer-Neuzugang Fabio Silva, der sich lange mit einer Jokerrolle begnügen musste, habe sich zuletzt "gut entwickelt": "Als er ankam, war er ein bisschen verletzt, dann braucht er Körperlichkeit, die Bundesliga ist nochmal was anderes. Er macht schon gute Fortschritte, deshalb habe ich mich für die drei entschieden."