Max Kruse hat gestanden, dass er er sich während seiner Zeit bei Werder Bremen einer Fettabsaugung unterzogen hatte. Die Kilos hatte er anschließend beim Vorbereitungsstart aber wieder auf den Rippen.
► Max Kruse im Interview bei DAZN: "Jeder Mensch macht Fehler – auch Julian Nagelsmann"
“Da kamen viele Faktoren zusammen. Ich hatte in der Sommerpause davor eine Fettabsaugung gemacht, bin in den Urlaub gefahren und mit zwölf Kilo zu viel zurückgekommen”, sagte Kruse im Gespräch mit DAZN im Format Never Talk Alone.
Trainer Florian Kohfeldt habe ihm aufgetragen, die überschüssigen Pfunde “bis zum ersten Spieltag runter” zu haben. Das schaffte Kruse jedoch nicht.
“Bis zur ersten Länderspielpause hat es gedauert, dann war Schluss. Ich habe dann richtig gearbeitet, auch mental. Ich war Kapitän, habe mich vor die Mannschaft gestellt und Verantwortung übernommen – und dann kam auch die Leistung”, erklärte der 28-Jährige.
Dann habe er nach eigener Aussage seine beste fußballerische Zeit gehabt. “In einer halben Saison hatte ich, glaube ich, 21 Scorerpunkte in 15 Spielen. Da bin ich nochmal richtig aufgeblüht”, sagte der ehemalige Angreifer.
Dies sei rein von den Zahlen her seine “Prime” gewesen. “Definitiv bei Werder Bremen, zumindest in der zweiten Zeit dort”, sagte Kruse, “aber ganz ehrlich: Ich habe mich eigentlich fast zwölf Jahre lang in meiner Prime gefühlt”.
Kruse spielte von 2006 bis 2009 bei Werder Bremen, wo er jedoch nur einen Bundesliga-Einsatz bekam.
2016 kehrte er zurück und erzielte 35 Tore in 93 Spielen für die Grün-Weißen. Insgesamt blickte er zufrieden auf seine Karriere zurück: “Ich glaube, ich kann sehr zufrieden sein mit den Stationen, die ich hatte, und mit dem Weg, den ich gegangen bin. Es lief nicht überall perfekt, aber am Ende ist wichtig, dass ich mir treu geblieben bin und bei fast allen Vereinen meinen Spaß hatte.”