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Kwasniok dankt für Simpson-Pusey: "Ein sehr guter Transfer"

kicker

Bevor sie irgendjemand stellen konnte, nahm Lukas Kwasniok die Frage nach Jahmai Simpson-Pusey vorweg. Nach dem 2:1 seines 1. FC Köln gegen Mainz 05 war es dem Coach der Geißböcke offenbar ein Anliegen, über den 20 Jahre alten Engländer (kicker-Note 2, erste Berufung in die Elf des Tages) zu sprechen. "Da wäre ich ja fast schon böse, wenn die Frage nicht gekommen wäre", moderierte Kwasniok also grinsend an und ließ dann eine Lobrede folgen.

Ein halbes Jahr habe Simpson-Pusey bei Celtic Glasgow nicht gespielt, nachdem ihn sein Stammverein Manchester City im Sommer nach Schottland verliehen hatte. Der Rechtsfüßer habe "Orientierung gesucht", aber mehr als ein Einsatz als Rechtsverteidiger war für den Innenverteidiger nicht drin. Also brach City die Leihe ab, schickte Simpson-Pusey nach Köln - und dort hat sich der englische U-20-Nationalspieler in Windeseile etabliert. "Mittlerweile kennt er immerhin die Namen der Jungs", verriet Kwasniok und schwärmt: "Er muss kaum sprinten, weil er die Situationen sehr gut erahnt und dadurch mit einer stoischen Ruhe lösen kann."

Aus dem Starensemble zum 1. FC Köln

Gegen Mainz wurde Simpson-Pusey so einer der Spieler des Spiels. Als Fixpunkt der Abwehr glänzte er erst zentral in der Dreierkette, dann links im Zentrum der Viererkette. 91 Prozent seiner Zuspiele kamen am Samstagnachmittag an, mit 73 Ballkontakten verzeichnete er die zweitmeisten hinter Rechtsverteidiger Alessio Castro-Montes. Dazu kommt die von Kwasniok angesprochene Ruhe im Duell mit dem Gegner und ein antizipierendes Stellungsspiel, das ihn brenzlige Situationen lösen lässt, bevor diese überhaupt entstehen.

"Er hat eine hohe Qualität, das wussten wir vorher", behauptet Thomas Kessler. Der Sportdirektor lotste Simpson-Pusey von der Insel ins Rheinland und sicherte sich dabei gleich eine Kaufoption für den talentierten Verteidiger. "Bei Manchester City hat er in einem Starensemble schon seine fußballerische Qualität gezeigt", sagt Kessler und unterstreicht: "Es ist schon beeindruckend, dass er hier in so einem Stadion seinen Mann steht. Man merkt ja auch, dass ihn die Jungs mit Ball suchen und in kürzester Zeit ein hohes Vertrauen entstanden ist."

Auf Anhieb in der Hierarchie oben dabei

Tatsächlich entwickelte sich Simpson-Pusey schnell zum Mittelpunkt auch im Aufbauspiel. Mehr als 58 Pässe spielte gegen Mainz kein anderer Kölner. Das Talent hat sich mit drei Einsätzen über 90 Minuten in der englischen Woche nicht nur gut eingefügt, sondern gleich auch in die Spitzengruppe der Innenverteidiger-Hierarchie geschoben.

Das liegt auch an seinen offensiven Qualitäten. Bereits beim 2:2 in Heidenheim entschärfte FCH-Keeper Diant Ramaj eine gute Kopfballchance des 1,87 Meter großen Profis, gegen Mainz eröffnete Simpson-Pusey immer wieder mit langen, präzisen Bällen und setzte so die gegnerische Abwehrkette unter Druck. Und das, obwohl er erst zwei Handvoll Trainingseinheiten mit den neuen Kollegen absolvierte, seitdem er vor gut zwei Wochen zum FC-Tross stieß.

"Er macht es sehr, sehr gut dafür", findet auch Keeper Marvin Schwäbe, der hinter Simpson-Pusey agiert. Das Lob des Kapitäns: "Er macht drei Spiele, für die wir einfach Danke sagen können. Dass er jetzt so reingepasst hat, spricht für sich und für ihn." Und auch Kwasniok machte deutlich, dass er seinen bislang einzigen Winter-Zugang bereits als verlässliche Säule sieht: "Ein sehr guter Transfer, danke schön an alle beteiligten Personen!"