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Kwasniok erklärt seine Kapitänswahl: "Das haben wir damit umgangen"

kicker

Für das erste Pflichtspiel der Saison sieht sich der Trainer des 1. FC Köln gut gewappnet. Das Pokal-Duell mit Drittligist Jahn Regensburg am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) wird der erste Härtetest mit Konsequenzen für Lukas Kwasniok und die Geißböcke. "Mit Freude auf einen Fight", sagt der Coach: "Ich glaube, dass die Vorbereitung eines gezeigt hat: Das wir uns eine gewisse Intensität erarbeitet haben. Ohne Intensität geht nichts."

Nach zwei "etwas holprigen Wochen" zu Beginn seiner Amtszeit in diesem Sommer habe er mit dem Team "fast schon eine Zeitenwende erlebt" und steuere nun "mit voller Konsequenz in die richtige Richtung". Konsequenz ist dabei ein gutes Stichwort. Auch, was die Kapitänsfrage angeht.

Hübers ist sein Amt los und wird gelobt

Denn Kwasniok entschied sich vor dem Pflichtspielauftakt für einen neuen Spielführer: Torhüter Marvin Schwäbe. "Er wird die Nummer 1 auf dem Feld sein und auch unser Kapitän sein", bestätigte der Fußballlehrer. Nummer 2 in beiden Hierarchien wird Ron-Robert Zieler, der gegen Regensburg als "Pokaltorhüter" auch zwischen den Pfosten stehen soll.

Timo Hübers, in der vergangenen Saison vom damaligen Coach Gerhard Struber zum Kapitän gekürt, ist sein Amt damit vorerst los. Ganz besonders auch, weil die Kommunikation mit dem Schiedsrichter zukünftig Sechser Eric Martel übernehmen soll.

Der 23-Jährige sei als Mittelfeldspieler "einfach näher dran" als die Kollegen im Tor oder in der Abwehr, begründete Kwasniok. Die Entscheidung für Schwäbe als neuen Kapitän habe aber nicht mit Hübers zu tun: Der Verteidiger habe eine Vorbereitung "1A mit Sternchen" gespielt und sei ebenso gesetzt wie Martel.

Schwäbe und Zieler seien vielmehr das beste Torhüterduo der vergangenen Zweitligasaison gewesen, Zieler zudem ja 2014 Weltmeister geworden. "Brutale Persönlichkeiten" also, deren sportlicher Stellenwert zudem zumindest bei Schwäbe in Köln unbestritten ist: Der 30-Jährige hatte den Konkurrenzkampf mit dem inzwischen zum FC Bayern gewechselten Jonas Urbig gewonnen und herausragende Leistungen im Aufstiegskampf gezeigt. Im Sommer kürte ihn der kicker in der Rangliste deshalb zum besten Zweitligatorhüter des zweiten Halbjahres - vor Zieler.

Der Mannschaftsrat wird erst später gewählt

Eine verständliche Entscheidung, die Kwasniok allerdings auch mit der Vertragssituation von Martel und Hübers begründete. Beide Akteure haben schließlich nur bis zum Sommer 2026 unterschrieben, ihre Zukunft darüber hinaus ist offen. "Spätestens im Oktober hätte ich also beantworten müssen: Wann verlängert der Kapitän? Kann ein Kapitän mit auslaufendem Vertrag überhaupt gute Leistungen abliefern?", erklärte Kwasniok. Mit der Entscheidung pro Schwäbe habe er damit "diese Fragen umgangen und zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen".

Während die Kapitäne feststehen, ist der Mannschaftsrat übrigens noch nicht fix. Den will Kwasniok erst in der ersten Länderspielpause Anfang September wählen lassen, während die Kapitäne von ihm bestimmt wurden. Er habe in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass früher gewählte Mannschaftsräte vor dem Schluss der Transferperiode schließlich noch abgesprungen seien. Das will er mit dem späteren Termin verhindern.

Bei der Wahl werde es dann womöglich Kategorien geben, die besetzt werden müssen, überlegte Kwasniok. Etwa aus jungen, erfahrenen Spielern und Neuzugängen. So soll verhindert werden, dass nur ein etablierter, fester Kern zusammenkommt.