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Königsdörffer: Hilft die Erinnerung aus der Tor-Krise?

kicker

In die Karten gucken lassen will sich Hamburgs Trainer vor dem Trip an den Rhein noch nicht und doch deutet sich an: Giorgi Gocholeishvili wird nach dem am Dienstag im Wortsinn bestandenen Härtetest ohne Maske trotz Nasenbeinbruch auch am Sonntag wieder die rechte defensive Außenbahn besetzen. Hinter dem Georgier wird Capaldo für Jordan Torunarigha verteidigen und vorn links Jean-Luc Dompé anstelle von Alexander Rössing-Lelesiit stürmen. Der Tausch im Tor war ohnehin nur für den Pokal vorgesehen, Daniel Heuer Fernandes bleibt die Nummer 1 vor Daniel Peretz. Einzig eine Besetzung ist offen: die im zentralen Mittelfeld.

Polzin lässt eine zentrale Frage noch offen

Albert Sambi Lokonga hatte nach der Rotsperre von Fabio Vieira drei starke Bundesligaspiele von Anfang an bestritten (zwei Treffer, kicker-Durchschnittsnote 2,33), wurde im Pokal geschont. Dort nun holte der zuvor gesetzte Fabio Vieira den siegbringenden Strafstoß heraus. Polzin legt sich lediglich darauf fest, dass Nicolai Remberg als wesentlicher Faktor für die Statik neben einem der beiden beginnen wird und sagt: "Ich schätze es total wert, dass ich solche Entscheidungen treffen darf. Für mich ist es kein Luxus-Problem, sondern toll, aus solchen Spielern auswählen zu können."

Auch in der Sturmmitte deutet sich keine Veränderung an - obwohl Ransford Königsdörffer auch in Heidenheim torlos geblieben ist, mit seinem Antritt aber die Rote Karte gegen Tim Siersleben provoziert hat. Ausgerechnet Köln könnte für den 24-Jährigen Angreifer nun ein gutes Omen sein. Denn: Beide Siege in der Vorsaison (2:1 und 1:0) gingen gewissermaßen auf sein Konto - Königsdörffer erzielte alle drei Treffer gegen die Rheinländer.

Königsdörffer "lechzt nach seinem ersten Tor"

Polzin vertraut grundsätzlich lieber auf gezielte Vorbereitungen als auf nostalgische Gedanken und weiß doch um die Kraft der positiven Gedanken. "Natürlich hat Ransi gute Erinnerungen an Köln, und natürlich wünsche ich ihm, dass er wieder trifft." Doch der Coach betont abermals den Wert des gebürtigen Berliners für die Mannschaft. Und auch, dass diese den zu schätzen weiß.

"Ransi", sagt Polzin, "lechzt nach seinem ersten Tor, das ist klar und normal als Stürmer. Aber was ich ihm immer mitgebe, ist, dass wir wissen, was er für unser Spiel tut. Das spürt auch die Mannschaft. Ich bin mit ihm sehr zufrieden." Der Coach glaubt: "Das Thema wird außen größer gemacht als es intern ist." Und doch ist klar: Ein Königsdörffer-Tor, es wäre der erste Mittelstürmer-Treffer in dieser Spielzeit, wäre hilfreich - für einen Erfolg im Aufsteiger-Duell nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge. Und für das Ende der Diskussionen.