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Langes Statement mit Zündstoff: Wissa will Wechsel nach Newcastle erzwingen

kicker

Zu sagen, Newcastle United könnte einen Streik-Profi mit einem Streik-Profi ersetzen, wäre nicht ganz korrekt. Anders als Alexander Isak, der bei den Magpies seit Wochen kein Teil der Mannschaft mehr ist, trainiert Yoane Wissa beim FC Brentford mit - und will dennoch genau wie der Schwede einen Last-Minute-Wechsel zu einem Premier-League-Rivalen erzwingen: Newcastle.

Der 28-jährige Angreifer bildete in der Vorsaison mit 18 Treffern ein überragendes Duo mit Bryan Mbeumo (20 Tore), der für 75 Millionen Euro bereits zu Manchester United weitergezogen ist. Um Brentford ebenfalls noch zu verlassen, veröffentlichte Wissa am Sonntag ein Social-Media-Statement, das es in sich hat.

"Ich habe mich den größten Teil des Sommers über zurückgehalten, aber da nur noch wenige Stunden bis zum Ende der Transferperiode verbleiben, sehe ich mich gezwungen, klar zu sagen, dass ich Brentford verlassen möchte. Ich bin der Meinung, dass der Verein mir trotz einer Reihe fairer Angebote im Laufe des Sommers unangemessen im Weg steht", schreibt er und äußert sich über Klub und Fans bereits in der Vergangenheitsform ("Es war mir eine Ehre, dieses Trikot in 149 Spielen zu tragen").

"Das Versprechen wurde nicht eingehalten"

Wissa fühlt sich ungerecht behandelt. "Anfang des Sommers habe ich offene Gespräche mit der Vereinsführung geführt, darunter wichtige Direktoren und der neue Cheftrainer. Ich habe meine Absicht deutlich gemacht, mich einer neuen Herausforderung zu stellen. Während dieser Gespräche wurde mir und meinen Beratern bestätigt, dass der Verein mir nicht im Weg stehen würde, wenn ein angemessenes Angebot eingehen würde. Dies wurde auch schriftlich festgehalten", behauptet er.

Daraufhin habe er sich auf Vereinssuche begeben und "ein offizielles Angebot von einem anderen Premier-League-Klub erhalten" - womit er Newcastle meint. "Aufgrund meiner Gespräche mit Brentford hatte ich den Eindruck, dass wir uns einvernehmlich auf eine Trennung geeinigt hatten. Doch nun, da die Transferperiode zu Ende geht, hat der Klub seine Position deutlich geändert und widerspricht damit dem, was mir mitgeteilt wurde. Das bringt mich in eine schwierige und frustrierende Lage. Das Versprechen, dass ich diesen Sommer wechseln kann, wurde nicht eingehalten."

Er habe sich "nie unprofessionell verhalten" und wolle Brentford "nicht im Streit verlassen". Aber er müsse tun, "was ich für meine Karriere und meine Familie für richtig erachte, und darauf bestehen, dass Brentford sein Versprechen einhält". Und wenn nicht? Dann "würde das meine vier wundervollen Jahre bei diesem unglaublichen Verein trüben".

In Newcastle, das schon den ganzen Sommer über hinter ihm her ist, würde Wissa Sturmkollege von Nick Woltemade werden, der am Samstag für bis zu 90 Millionen Euro vom VfB Stuttgart kam. Spätestens mit Wissa wäre wohl Isaks erwünschter Weg nach Liverpool frei. Aber auch ohne ihn muss Trainer Eddie Howe weiter den kurzfristigen Verlust des Schweden fürchten.