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Liverpool holen altbekannte Probleme ein: "Wie hoch ist schon die Wahrscheinlichkeit?"

kicker

Bereits seit acht Spielen ist der FC Liverpool in der Premier League nicht mehr geschlagen worden und steht so nach einer zwischenzeitlich schwierigen Saisonphase mittlerweile wieder auf Rang 4 in der höchsten englischen Spielklasse. Doch weil die beiden jüngsten Partien zum Start ins neue Jahr beide nur unentschieden ausgingen und es der LFC somit verpasst hat, sich weiter von Verfolgern wie Manchester United oder dem FC Chelsea abzusetzen, war das dramatische 2:2 beim FC Fulham ein weiterer kleiner Dämpfer.

Besonders ärgerlich: Liverpool hatte das Spiel über weite Phasen dominiert und in der vierten Minute der Nachspielzeit trotz eigenen Rückstands in Durchgang eins das Spiel sogar noch gedreht. Dass der LFC mit einem Sonntagsschuss von Harrison Reed noch drei Minuten später dann doch noch den Ausgleich hinnehmen musste, deckt ein bereits bekanntes Problem in dieser Saison gnadenlos auf.

Späte Nackenschläge sind keine Seltenheit

Es ist nämlich nicht das erste Mal, dass die Reds Punkte tief in der Nachspielzeit oder knapp davor liegenließen. Bereits gegen Leeds United Anfang Dezember fiel der 3:3-Ausgleich in der sechsten Minute der Nachspielzeit. Gegen den FC Brentford am 9. Spieltag, beim FC Chelsea am 7. Spieltag und bei Crystal Palace am 6. Spieltag musste Liverpool so sogar jeweils eine Niederlage hinnehmen. Kein Wunder also, dass sich Trainer Arne Slot nach dem Spiel darüber ärgerte.

"Wenn man in der Nachspielzeit mit 2:1 führt und dann ein Gegentor zum 2:2 kassiert, sind wir natürlich enttäuscht über das Ergebnis. So viele Punkte sind für uns so verloren gegangen. Natürlich ist das frustrierend", sagte der 47-Jährige nach der Partie und ergänzte später in der Pressekonferenz: "Wir sehen oft, dass die andere Mannschaft in der Verlängerung ein unerwartetes Tor schießt, was dann eine Überraschung ist."

„Man muss diesen unglaublichen Schuss würdigen.“ (Arne Slot)

Dennoch betont der Niederländer, dass der Blick weniger auf die Defensivleistung seines Teams gerichtet werden solle - man habe stattdessen "den Strafraum sogar sehr gut verteidigt" -, sondern eher auf den Sonntagsschuss von Reed, der aus knapp 20 Metern die Kugel perfekt in den Winkel nagelte. "Man muss auch diesen unglaublichen Schuss würdigen, denn wie hoch ist schon die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ball von dort aus ins Tor geht? Ich glaube, nicht sehr hoch."

Und eines ist derweil auch Fakt: Wirklich viele Chancen, um dieses Spiel deutlicher zu gestalten, hatte sich Liverpool gegen einen kompakten Gegner lange ohnehin nicht herausgespielt. Der zweite Saisontreffer von Florian Wirtz zum zwischenzeitlichen 1:1 wurde da eher zum Dosenöffner in der Partie.

Liverpool gehen die Stürmer aus

Eine Erklärung dafür sieht Slot auch in der fehlenden offensiven Durchschlagskraft "gegen ein 5-4-1 des Gegners", das man selbst nur mit einem Stürmer anlaufen konnte. "Ich weiß nicht, ob man da erwarten kann, dass wir uns Chance um Chance herausspielen." Dass auch von der Bank offensiv nur Frederico Chiesa noch hereingeworfen werden konnte - Hugo Ekitiké hatte sich aufgrund von Oberschenkelproblemen kurz zuvor abgemeldet und Alexander Isak fehlt nach seinem Bruch im linken Bein bekanntermaßen noch lange - verstärkte diese Probleme nur noch einmal.

Auch dazu nahm der Coach Stellung und hofft, dass es sich bei Ekitiké nur um eine "kleine Muskelreaktion" handelt. Schließlich spiele auch er das erste Mal in seinem Leben in so kurzen Abständen "80 oder 90 Minuten in jedem einzelnen Spiel". Ähnlich sei es dabei in der vergangenen Woche bereits Wirtz gegangen, der zuletzt jedoch in jedem Spiel in der Startelf stand.

Ausruhen können sich die Reds hingegen weiterhin nicht, steht doch bereits am kommenden Donnerstag (21 Uhr) bei Ligaprimus FC Arsenal der nächste Kracher an. Ob Ekitiké dann schon wieder mit von der Partie sein kann, konnte Slot noch nicht sagen.