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Mamba: "Es war ein bisschen dumm von ihm, dass er das gesagt hat"

kicker

"Wir hätten einen Punkt verdient", stellte Ulms Trainer Pavel Dotchev nach dem 1:2 in Mannheim bei MagentaSport fest und bedauerte die zwei Gegentore. "Leider haben wir durch zwei Stellungsfehler Kontertore bekommen", sagte der Bulgare und lobte zugleich den Auftritt seiner Elf: "Die Jungs haben bis zum Schluss gekämpft, das war Abnutzungskampf. Das Ergebnis war schlecht, aber die Leistung war top. Das Quäntchen Glück hat uns gefehlt, wir hatten deutlich mehr Ballbesitz und mehr Torchancen. Ein Punkt wäre auf jeden Fall verdient." Die Niederlage sei zwar "ärgerlich, aber das wirft uns nicht um".

Ähnlich sah es auch Streli Mamba, der vor allem auf den einseitigen zweiten Durchgang verwies. "Wir haben in der zweiten Hälfte auf ein Tor gespielt. Ein Unentschieden wäre verdient gewesen", meinte der Angreifer, wollte die Leistung der Gastgeber aber nicht schmälern: "Auch ein Lob an die Waldhofer, die haben in der ersten Hälfte ein gutes Spiel gemacht."

Mannheimer wissen um ihr Spielglück

Dass der Waldhof hinten raus eine ordentliche Portion Spielglück hatte, war wohl niemandem entgangen, allein schon, wenn man Oluwaseun Ogbemudias Rettungstat auf der Linie (90.+3) sowie Dennis Dressels Alutreffer (90.+6) betrachtet. "Wir hätten weiter fußballspielen müssen", erläuterte Coach Luc Holtz, "aber das haben wir leider zu wenig gemacht. Wir waren zu passiv - auch gegen den Ball. Und mit dem Ball haben wir nur noch lange Bälle gespielt. Wir haben nicht das gespielt, was wir können und sollen."

Ähnlich äußerte sich auch Felix Lohkemper. "In der ersten Halbzeit haben wir es gut gemacht, aber in der zweiten Halbzeit waren wir zu tief, zu passiv und hatten am Ende schon Glück", gab der 31-Jährige offen zu, meinte aber auch, dass man sich das Glück "am Ende hart erarbeitet" habe.

Hoffmanns Bärendienst

Dass es noch so knapp wurde, dürfte zu einem großen Teil aber auch daran gelegen haben, dass die Gastgeber die Schlussphase in Unterzahl bestreiten mussten, nachdem Niklas Hoffmann in der 86. Spielminute von Schiedsrichter Tom Bauer mit glatt Rot des Feldes verwiesen worden war. Der Grund war zunächst nicht ganz klar, viel deutete jedoch darauf hin, dass er seinen Gegenspieler Mamba beleidigt hatte. Der Ulmer bestätigte das dann auch im Nachhinein.

"Die Wörter, die er gesagt hat, würde ich jetzt nicht wiederholen. Aber es war ein bisschen dumm von ihm, dass er das gesagt hat", sagte der 31-jährige Deutsch-Kongolese und ergänzte: "Der Schiedsrichter stand daneben, hat es klar gehört und dementsprechend hat er die Rote Karte gezogen." Auf die Rückfrage, ob es sich denn um eine schwere Beleidigung gehandelt habe, antwortet Mamba: "Kann man so sagen."

Hoffmann selbst wollte sich nicht zum Thema äußern, während sich Holtz ahnungslos gab. "Ich war erstaunt über die Rote Karte, aber ich weiß nicht, was er gesagt haben soll", sagte der Luxemburger und erklärte, dass er deshalb nochmal "mit dem Spieler reden muss - und dann mal schauen".

"Es ist ein Hauen und Stechen"

Wichtig sei an diesem Abend jedoch vor allem gewesen, dass man gewonnen habe - gerade mit Blick nach unten. "Wir schielen immer nach unten", verriet Holtz und betonte, dass man mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben wolle. Auch deshalb gelte weiterhin, "keinen Millimeter nachzulassen", zugleich müsse man, wie Lohkemper ergänzte, "auf dem Boden bleiben" und weiter von Spiel zu Spiel schauen.

Denn in Liga 3 dürfte allen klar sein, dass in den unteren Tabellenregionen ein dichtes Gedrängel herrscht. "Es ist mega eng", weiß auch Ulm-Verteidiger Marcel Seegert, der darauf verweist, dass sich aktuell nur sehr wenige Teams in Sicherheit wähnen können. "Es ist ein Hauen und Stechen - und wir setzen alles daran, um die Liga zu halten."