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Maza bereit für Hoffenheim: Wie nutzt Hjulmand seinen Aufdreher?

kicker

Es sind zwei wichtige Personalien, die Kasper Hjulmand am Freitagmittag verkündete: Leverkusens Trainer kann am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) in der Partie bei der TSG Hoffenheim auf die beiden Afrika-Cup-Teilnehmer Christian Kofane (Kamerun) und Ibrahim Maza (Algerien) zurückgreifen. "Sie haben hier am Mittwoch und auch gestern trainiert und sind beide bereit zu spielen", sagte der Däne.

Kofane statt Schick wäre ein ungünstiges Signal

Auf Mittelstürmer Kofane und Mittelfeldspieler Maza werden in Sinsheim nicht nur aufgrund ihrer unterschiedlichen Positionen verschiedene Rollen zukommen. So dürfte Kofane als Joker vorgesehen sein, da Torjäger Patrik Schick, der nach muskulären Problemen schon am Dienstag bei der dann abgesagten Partie beim HSV hätte auflaufen können, beginnen wird. Auch wenn der Kameruner mit seinen läuferischen Qualitäten, seinem aggressiven Spiel gegen den Ball sowie seinen ständigen Tiefenläufen bestens zum erwarteten Spiel passen würde. Allerdings wäre es ein ungünstiges Signal, dem Stürmerstar Schick im 19-jährigen Kofane einen Akteur vorzuziehen, der erst am Freitag wieder sein erstes Mannschaftstraining mit den Klub-Kollegen absolvierte.

Bei Maza sieht dies etwas anders aus. Der 20-Jährige hatte vor seiner Abreise zum Afrika-Cup eine derart tragende Rolle als der offensiver ausgerichtete Part in der Doppelsechs bei Bayer 04 übernommen, dass seine Impulse natürlich gefragt sind. Erst recht, da beim deutschen Vizemeister einzig der eigentliche Linksverteidiger Alejandro Grimaldo, der von Hjulmand zum halblinken Zehner umfunktioniert wurde, auf den offensiven Halbpositionen unantastbar ist.

Hjulmand erwartet ein ähnliches Spiel wie gegen den VfB

So könnte Maza, als Zehner nach Leverkusen gekommen und in der Not von Hjulmand zum Sechser umfunktioniert, in Sinsheim auf seine gelernte Position zurückkehren. "Er kann beide Positionen spielen. Er kann auch als Sechser spielen, aber natürlich auch auf der Zehnerposition spielen. Das ist eine super Möglichkeit, flexibel zu sein im Spiel und auch von Spiel zu Spiel", erklärte Hjulmand seine Variationsmöglichkeiten.

„Er kann beide Positionen spielen. Das ist eine super Möglichkeit, flexibel zu sein im Spiel und auch von Spiel zu Spiel.“ (Kasper Hjulmand über Ibrahim Maza)

"Er kann die beide Positionen spielen, wie Malik", sagt der Trainer mit dem Hinweise auf Malik Tillman, der allerdings bislang in Leverkusen noch nicht die erwarteten Impulse gesetzt hat - insbesondere nicht beim 1:4 gegen den VfB Stuttgart vor Wochenfrist. Dies und die Hoffenheimer Spielweise sprechen deutlich dafür, dass Maza, der beim Afrika-Cup deutlich offensiver eingesetzt wurde, in Sinsheim beginnt und etwas weiter vorne als zuletzt auflaufen wird.

"Es ist wichtig zu verstehen, welchen Typ Spiel es gibt. Es wird genau dasselbe wie gegen Stuttgart", erwartet Hjulmand die TSG genauso hoch pressend wie den VfB, der damit der Werkself massive Probleme bereitete, geordnet aufzubauen. Beim Spiel ins Mittelfeld war der Ball gerade in der ersten halben Stunde im Regelfall direkt wieder verloren.

Aufdreher Maza als Antwort auf Bayers Probleme

"Es wird sehr viele Momente im Eins-gegen-eins geben. Es wird nicht viel Rhythmus im Spiel sein und deswegen viele Zweikämpfe eins-gegen-eins geben", weiß der Trainer, der für Bayer dadurch eine andere Spielweise vonnöten sieht: "Es gibt sehr viele Räume zu belaufen, und es ist sehr wichtig, dass wir das gut vorbereiten. Deswegen sind diese Zweikämpfen, diese Situation eins-gegen-eins so wichtig für uns."

Und genau da kommen Mazas Qualitäten ins Spiel. Gilt der Techniker doch als ein hervorragender Aufdreher, der sich unter gegnerischem Druck auch mit dem Rücken zum gegnerischen Tor aus der Umklammerung lösen und dann das Spiel nach vorne beschleunigen kann. Mit dem Dribbler und guten Passspieler besitzt Hjulmand in jedem Fall eine herausragende Option, um das Hoffenheimer Pressing auszuhebeln, die ihm kein anderer Akteur im Kader bieten kann.

Bleibt die Frage, wo genau Hjulmand diese Elemente zum Einsatz bringen möchte. Für eine Positionierung auf der Doppelsechs spricht das bislang so starke Zusammenspiel mit Aleix Garcia. Doch mit der Rückkehr von Ezequiel Fernandez, der gegen Stuttgart erstmals nach seiner Knieverletzung wieder begann, und dem nahenden Comeback von Exequiel Palacios nach dessen Adduktoren-Operation, bieten sich dem Trainer im defensiven Mittelfeld bald starke Alternativen neben Aleix Garcia.

Es wäre nur konsequent, Maza ins offensive Mittelfeld zu beordern

Wohingegen sich kein Akteur bislang als zweiter Zehner neben Grimaldo aufgedrängt hat. Sodass es nur konsequent wäre, Maza wieder zurück ins offensive Mittelfeld zu beordern, wo er gerade gegen das Hoffenheimer Pressing wortwörtlich als Dreh- und Angelpunkt fungieren könnte, um dem Bayer-Spiel den richtigen Dreh zu geben.

Mit wichtigen Ballbehauptungen, gutem Aufdrehen und Pässen in die Tiefe, die der Werkself-Trainer ja forciert und konsequent bespielen möchte. Dort könnte dann neben Super-Sprinter Ernest Poku auf dem linken auch Nathan Tella auf dem rechten Flügel in den Rücken der TSG-Defensive stoßen. Hjulmands Entscheidung um Mazas Positionierung dürfte also so oder so einen essentiellen Faktor für das Bayer-Spiel darstellen.