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Mbappé und PSG: Versöhnliche Töne trotz laufender Klage

kicker

Die Wogen haben sich inzwischen ein wenig geglättet zwischen Paris St. Germain und Kylian Mbappé. Zwar läuft immer noch ein Gerichtsstreit um ausstehende Gehälter und Boni in Höhe von 55 Millionen Euro, seine Mobbing-Klage wegen einer zwischenzeitlichen Verbannung aus dem PSG-Kader und versuchter Erpressung von Unterschriften hat der 26-Jährige aber kürzlich laut L'Equipe zurückgezogen.

Auch von PSG-Seite ist man bemüht, kein Öl ins Feuer zu gießen. "Ich möchte Kylian für alles danken, was er für den Klub getan hat. Ich wünsche ihm von Herzen nur das Beste bei Real - aber nicht, wenn er gegen uns spielt", sagte PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi vor dem ersten Wiedersehen mit dem Ex-Schützling überhaupt.

An der Seine lachen sie sich natürlich ohnehin ins Fäustchen seit Ende Mai. Nach Jahren des Wartens gewannen die Franzosen die Champions League, und zwar ohne die ganz großen Stars wie Zlatan Ibrahimovic, Lionel Messi, Neymar und eben auch Mbappé. 2017 hatte PSG noch 180 Millionen für den Angreifer hingeblättert und ihn 2022 mit dem bestdotierten Vertrag der Vereinsgeschichte ausgestattet - 100 Millionen Euro sollen damals allein an Handgeld geflossen sein.

Mbappé ging zwei Jahre später dennoch zu Real Madrid, und das auch noch ablösefrei. Doch während der Weltmeister von 2018 dem Henkelpott weiter hinterherjagen muss, hat PSG die Ziellinie schon erreicht und Genugtuung erlangt.

Keine Verbitterung bei Mbappé

Für Mbappé offenbar kein Problem, er zeigte sich gönnerhaft. "Ich bin nicht verbittert, ich war am Ende meines Weges angelangt", sagte er nach dem Triumph seines Ex-Klubs. "Meine Geschichte mit PSG war vorbei. Es war Schicksal, dass es ohne mich passieren würde." Über den Pariser Sieg sei er "glücklich" gewesen. "Ich denke, sie haben es verdient, nachdem sie sich so viele Jahre abgemüht haben."

Nun könnte PSG mit dem Erfolg in der Klub-WM den nächsten Titel einheimsen, muss diesmal aber an Mbappé vorbei. Der Real-Angreifer verpasste die ersten beiden Partien des Turniers wegen einer Magen-Darm-Erkrankung, wurde aber gegen Juventus Turin (1:0) sowie gegen Borussia Dortmund (3:2) eingewechselt und traf gegen die Westfalen spektakulär.

Gut möglich, dass Mbappé gegen seine Ex-Kollegen wieder in der Startelf steht und womöglich Shooting Star Gonzalo Garcia (vier Turniertreffer) auf die Bank verdrängt. "Er ist noch nicht bei 100 Prozent, aber es wird von Tag zu Tag besser", sagte Xabi Alonso schon am Sonntag über die Einsatzchancen des Angreifers.