Kaum hat die neue Saison angefangen, da steht schon die erste Länderspielpause an. In der Qualifikation kämpfen die europäischen Nationalmannschaften um die Teilnahme an der kommenden Weltmeisterschaft im Sommer 2026 in Kanada, Mexiko und den Vereinigten Staaten von Amerika. Am 5. und 9. September ist hierbei auch der Weltranglisten-Dritte aus Frankreich im Einsatz.
Für die Duelle in Rennes gegen die Ukraine und vier Tage später im Prinzenpark gegen Island gab Nationaltrainer Didier Deschamps am Mittwoch seinen 23-köpfigen Kader für die ersten Quali-Spiele bekannt - und hatte dabei mehrere Überraschungen in petto.
Deschamps: "Es wird alles geregelt sein"
So findet sich beispielsweise Adrien Rabiot im Kader wieder. Nach Handgreiflichkeiten mit seinem Teamkollegen Jonathan Rowe, die Roberto de Zerbi, sein Trainer bei Olympique Marseille, in der Folge als Szenen aus einer Pub-Schlägerei bezeichnete, war der 53-malige Nationalspieler bei OM suspendiert worden. Im Süden Frankreichs hat er keine Zukunft mehr, im Dress der Equipe Tricolore sieht es jedoch anders aus. Deschamps schenkt dem 30-Jährigen weiterhin das Vertrauen und berief ihn abermals in das Aufgebot.
"Ich habe mich mehrfach mit Adrien ausgetauscht, ich möchte da nicht ins Detail gehen", begründete Deschamps die Berufung von Rabiot und führte fort: "Das Einzige, was zählt - und das weiß er auch -, ist: Wenn er am Montag kommt, wird alles geregelt sein, seine Situation wird klar sein."
Akliouche statt Ekitiké
Auch mit einer weiteren Personalie überraschte der Nationaltrainer. Der in diesem Sommer immer wieder bei Bayer Leverkusen gehandelte Maghnes Akliouche darf sich Hoffnungen auf sein Frankreich-Debüt machen, der 23-Jährige steht erstmals im Aufgebot der Les Bleus - zum Leidtragen von Hugo Ekitiké.
Der Ex-Frankfurter, der in seinen ersten drei Spielen für seinen neuen Klub FC Liverpool an vier Toren beteiligt war, muss sich weiter für seine Premiere in der A-Nationalmannschaft gedulden. Der ehemalige Stuttgarter und Münchner Benjamin Pavard, der im Juni bei der Nations League dabei war, fehlt ebenso.
Wie erwartet wird Bayerns Dayot Upamecano - genauso wie William Saliba und Jules Koundé - im September ins Nationalteam zurückkehren. Das Final-Four-Turnier der Nations League hatte der Innenverteidiger noch verletzungsbedingt verpasst. Mit seinem Teamkollegen Michael Olise steht zudem ein zweiter Bundesliga-Spieler im Kader von Deschamps.