Der Neustart lässt sich gut an für Youssoufa Moukoko. In den letzten beiden Spielen vor der Länderspielpause erzielte der 20 Jahre alte Stürmer jeweils ein Tor, darunter das wichtige 2:0 im Champions-League-Play-off-Rückspiel gegen den FC Basel, das dem dänischen Klub einen Platz in der Gruppenphase sicherte. Dort geht es für Moukoko direkt zum Auftakt in der kommenden Woche gegen Bayer 04 Leverkusen, im weiteren Verlauf wartet Mitte Oktober auch das Aufeinandertreffen mit Ex-Klub Borussia Dortmund.
Vom BVB hat sich das einstige Wunderkind im Sommer endgültig verabschiedet, nachdem er zuvor ein verlorenes Jahr bei der Leih-Station in Nizza durchlebt hatte. Der noch immer jüngste Profi der Bundesliga-Geschichte in Dortmund hatte auch mit sportlichen Problemen zu kämpfen, wie er nun in einem TV-Interview öffentlich machte.
"Ich habe schon geweint und gedacht: Wie komme ich hier raus? Wann wird es besser", sagte Moukoko dem dänischen Sender TV2 über seine schwierige sportliche Phase. "Viele würden vielleicht einfach sagen: 'Alles ist gut', wenn sie schwere Zeiten durchgemacht haben. Aber ich möchte darüber sprechen."
Zudem belasteteten Moukoko die hartnäckigen Spekulationen rund um sein Alter. Die Gerüchte, Moukoko sei älter als angegeben, begleiteten das Ausnahmetalent bereits seit seiner Zeit im Junioren-Fußball, in der er mit irrwitzigen Tor-Quoten schon in jungem Alter auf sich aufmerksam gemacht hatte. Im vergangenen Jahr war in einer TV-Reportage eine angebliche Geburtsurkunde präsentiert worden, die ein anderes Alter sowie einen anderen Nachnamen des in Kamerun geborenen Moukoko ausweisen soll. Borussia Dortmund hatte die Anschuldigungen mehrfach deutlich zurückgewiesen und unter anderem auf amtliche Dokumente von deutschen Behörden hingewiesen.
Auch dazu bezog Moukoko nun Stellung. Es habe ihn überrascht, wie manche Menschen "alles tun, um Aufmerksamkeit zu bekommen", so der Stürmer, der in Kopenhagen zuletzt einen Stammplatz innehatte. "Die Leute versuchen immer, etwas über mich herauszufinden, und schreiben dann einfach eine Geschichte darüber." Ihm selbst sei das "letzendlich egal, die können ruhig weitermachen", meinte Moukoko. Vielleicht wolle er selbst irgendwann einmal einen eigenen Dokumentarfilm darüber drehen. Zunächst will er aber seine sportliche Karriere wieder neu ankurbeln.
In einer früheren Version des Artikels hieß es, Moukokos Aussage "Ich habe geweint" beziehe sich auf die Spekulationen um sein Alter. Tatsächlich tätigte er diese Aussage im Bezug auf seine sportlichen Probleme. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.