754 Pflichtspiele hat Thomas Müller für den Rekordmeister bestritten, gegen das Team aus Rio de Janeiro dürfte ein weiteres folgen. Danach könnten nur noch maximal drei Partien hinzukommen, ehe sich die Wege des Rekordspielers und der Münchner endgültig trennen.
Was danach geschieht, ist noch weitgehend unklar, wie Müller nun betonte. "Grundsätzlich würde ich aufgrund meiner jetzigen körperlichen Verfassung schon gerne weiterspielen, weil dieses Fußballspiel einfach auch Spaß macht", sagte der 35-Jährige im Interview mit DAZN, "Vielleicht höre ich aber tatsächlich auch auf. Alles ist noch möglich, und ich mache mir da keinen Stress."
Seine Voraussetzung: "Das Gesamtpaket muss passen", wobei er gleich selbst die Frage hinterherschob, was das eigentlich sei. Grundsätzlich würde er "gerne etwas Neues entdecken", ergänzte Müller, daher hätten "entferntere oder exotischere Länder da einen Vorteil gegenüber der heimischen Liga". Einen Verbleib in der Bundesliga habe er "jetzt eher nicht so im Sinn. Es geht aber auch um ein sportliches Projekt."
Interessenten aus den USA
Vielleicht in den USA? Müller wäre nicht der erste Altstar, der seine Karriere in der Major League Soccer ausklingen lässt. Dafür reicht ein Blick in den Kader von Inter Miami, in dem sich unter anderem die Ü-30er Luis Suarez, Sergi Busquets, Jordi Alba und natürlich Lionel Messi wiederfinden. "Grundsätzlich würde ich mich nicht wehren, mit Messi zu spielen, aber ich habe zu Miami keinen direkten Kontakt", sagte Müller. Dem Vernehmen nach sollen aber vielmehr der Los Angeles FC, Kooperationspartner des FC Bayern, sowie der FC Cincinnati interessiert sein.
Doch auf den letzten Metern steht natürlich der FC Bayern voll im Fokus: Aktuell spüre er den nahenden Abschied "noch gar nicht", sagte Müller. "Ich glaube, komisch wird es dann, wenn es wirklich vorbei ist. Dann habe ich auf einmal keine Termine mehr." Auch ein Tages- oder ein Trainingsplan über den Urlaub werde es vom Verein nicht mehr geben. "Vielleicht werde ich verzweifelt anfragen", witzelte Müller.