Andi Zeqiri - Widzew Lodz
Einen ungewohnten Weg hat Andi Zeqiri eingeschlagen. Von Belgien zog es den Stürmer nach Polen weiter. Fünf Partien hat Zeqiri bislang für seinen neuen Verein absolviert - zwei davon von Beginn weg. Noch wartet der Angreifer auf seinen ersten Scorerpunkt. Im Vorjahr hatte der Schweizer bei Standard Lüttich noch zehn Tore beigesteuert. In der schlechter einzustufenden polnischen Liga sollte Zeqiri besser schnell in Fahrt kommen, ansonsten läuft er trotz seines Transfers Gefahr, seinen Platz im Nati-Kader zu verlieren.
Breel Embolo - Stade Rennes
Eine bessere Nati-Form als Breel Embolo weist kein Spieler auf. Gegen Luxemburg, Mexiko, die USA, den Kosovo und Slowenien hat der Stürmer immer getroffen. Beim Duell mit der kosovarischen Nationalelf gar doppelt. Einen solchen Lauf hat seit Alex Frei kein Angreifer in der Nati mehr geschoben. Gegen Schweden und erneut gegen Slowenien kann Embolo diese Bilanz gar noch ausbauen.
Ende August hat Breel Embolo einen Wechsel auch auf Vereinsebene vollzogen. Bei Monaco geriet der Schweizer in eine Sackgasse, der Ligue 1 ist der 28-Jährige dennoch treu geblieben. In seinem vierten Einsatz für Stade Rennes hat Embolo sein erstes Tor markieren können. Beim 2:2 in Le Havre zeigte sich der Schweizer für den ersten Treffer der Partie verantwortlich. Es ist für Breel Embolo zu hoffen, dass er seine beneidenswerte Nati-Form auch vermehrt im Verein zeigen kann.
Cedric Itten - Fortuna Düsseldorf
Es war ein langes Tauziehen in diesem Sommer. Am Ende kam der Transfer von Cedric Itten nach Düsseldorf zustande. In der 2. Bundesliga brauchte Itten keine lange Anlaufzeit. Schon drei Tore und ein Assist sind ihm für die Fortuna gelungen. Auch dank des Transfers ist Itten in den Kreis der Nationalmannschaft zurückgekehrt. Yakin setzt erst wieder auf den Angreifer, seit er in Deutschland spielt. Während Cedric Itten bei Düsseldorf der Start geglückt ist, läuft es für den Verein selbst gar nicht rund. Jetzt haben die Fortunen die Reissleine gezogen und Trainer Daniel Thioune entlassen.
Dan Ndoye - Nottingham Forest
Der Flügelspieler hat nach seinem Fabeljahr bei Bologna auch in England sofort Fuss gefasst. Mit einem Tor und einem Assist in den ersten zwei Premier-League-Spielen wusste Ndoye zu glänzen. Spätestens durch die Entlassung von Nuno Espirito Santo hat Nottingham aber den Tritt verloren. Kein Spiel konnte seither mehr gewonnen werden, selbstverständlich hat sich da auch Ndoye nicht mehr mit herausragenden Leistungen hervorgetan. Dennoch darf nach dem Transfer ein erstes positives Fazit gezogen werden.
Fabian Rieder - FC Augsburg
Die Situation für Fabian Rieder schien im Sommer festgefahren. Bei Stade Rennes wurde mit dem Kreativspieler nicht mehr wirklich geplant und in der Vorsaison glänzte der Nationalspieler nur in homöopathischen Dosen beim VfB Stuttgart. Seit diesem Sommer spielt Rieder beim FC Augsburg. Die Verpflichtung steht im Einklang mit der Philosophie Sandro Wagners, der nicht mehr nur einen defensiv orientierten Fussball in der Fuggerstadt zeigen möchte.
Bei Murat Yakin stand Rieder schon immer hoch im Kurs. Durch seine Polyvalenz fand der Nationaltrainer für Rieder eigentlich immer einen Platz im Kader. Beim letzten Zusammenzug glänzte der Neo-Augsburger auf der Zehnerposition. Jüngst bestätigte Rieder auch im Sportpanorama, dass dies seine bevorzugte Position sei. Bei Augsburg ist Fabian Rieder gut gestartet, er kommt regelmässig zum Einsatz - etwas, das in den letzten Jahren nicht der Fall war.
Granit Xhaka - AFC Sunderland
Wie vor zwei Jahren bei Bayer Leverkusen ist der Captain der Schweizer Nationalmannschaft auch beim Premier-League-Aufsteiger aus Sunderland umgehend zur zentralen Ankerfigur geworden. Xhaka wird von der britischen Presse für seine Auftritte gefeiert. Xhaka verleiht dem jungen Team Stabilität.
Der Lohn für die starken individuellen Leistungen Xhakas ist auch in der Tabelle sichtbar. Sunderland, das bei vielen als sicherer Absteiger gehandelt worden ist, spielt munter im Mittelfeld mit. Obschon am letzten Wochenende auswärts bei Manchester United eine 0:2-Niederlage hingenommen werden musste, steht Sunderland noch immer an neunter Stelle. Vor allem die Abwehr mit erst sechs Gegentreffern in sieben Partien weiss zu überzeugen.
Isaac Schmidt - Werder Bremen
Bei Isaac Schmidt konnte sich die Situation mit einem Transfer eigentlich nur verbessern. Bei Leeds United war der Schienenspieler komplett aussen vor. Dennoch setzte Murat Yakin im Frühjahr überraschend auf Schmidt. Dieser konnte in der Nationalmannschaft überzeugen und sich als Option auf beiden Abwehrseiten präsentieren. Im Sommer wechselte Isaac Schmidt von Leeds nach Bremen. Bei den Norddeutschen ist Schmidt zwar kein Stammspieler, er erhält aber Einsatzminuten. Gleich bei seinem Debüt traf der Schweizer sogar, er profitierte dabei von einem Ausflug des Leverkusen-Keepers und brachte sein Team nochmals heran.
Manuel Akanji - Inter Mailand
Bei den Cityzens war Manuel Akanji über Jahre hinweg gesetzt. In diesem Sommer kam der Bruch. Manuel Akanji musste sich eine Herausforderung suchen, wenn er seinem Anspruch als Stammspieler bei einem Top-Verein gerecht werden wollte. Spät in der Transferperiode ist der angestrebte Wechsel schliesslich zustande gekommen. Neu spielt Akanji gemeinsam mit Landsmann Yann Sommer für Inter Mailand.
Bei den Nerazurri ist der Schweizer Innenverteidiger in der Dreierkette hinten rechts gesetzt. Damit hat Akanji seine Ziele mit dem Transfer erreicht. Ob Manuel Akanji langfristig in Italien bleibt, ist von seinen Leistungen abhängig. Inter Mailand besitzt eine Kaufoption, die unter bestimmten Umständen gar zur Kaufpflicht wird.