Fehlercode: %{errorCode}

Neuanfang mit Demut bei Türkspor Dortmund: Borchmanns Kader füllt sich

kicker

"Wir haben alle Positionen doppelt oder dreifach besetzt", sagt Cheftrainer Maximilian Borchmann - auch wenn der aktuelle Kader nach dem Regionalliga-Rückzug noch schlank wirkt. Hinter den Kulissen laufen die Planungen im Zusammenspiel mit Klubchef Dr. Akin Kara auf Hochtouren. In den kommenden Tagen sollen weitere Neuzugänge folgen. Der Plan: gezielter Umbau mit Substanz - nicht mit der Brechstange, sondern mit System.

Dass Ömer Akman (32) verlängert hat, ist für Türkspor mehr als eine Personalie - es ist ein Signal. Der dienstälteste Spieler steht für Kontinuität und Führungsstärke. "Ömer ist das Gesicht des Vereins, unglaublich mannschaftsdienlich - und als Kapitän natürlich gesetzt", so Borchmann. Auf dem Platz agiert Akman heute tiefer als früher, interpretiert seine Rolle als strategischer Sechser - ruhig am Ball, klug im Raum. Auch Alessandro Tomasello, Bernad Gllogjani und Halil Can Dogan verlängerten ihre Verträge.

Mit Ilyas Khattari (22) und Ousman Diallo (20) verstärkt Türkspor zudem die Offensive. Beide sind flexibel einsetzbar - außen wie im Zentrum. "Wir werden schauen, wo wir sie am besten einsetzen", sagt Borchmann. Khattari bringt mit 35 Toren aus zwei Spielzeiten bei den Dortmunder Löwen (Bezirksliga) und beim FC Brünninghausen einen klaren Leistungsnachweis mit. Diallo gilt als Perspektivspieler - technisch stark, schnell, aber noch ohne Oberliga-Erfahrung. Die Vorbereitung wird zeigen, wie schnell er sich einfügt.

Routine und Balance für die Defensive

Im Abwehrzentrum setzt Türkspor auf Stabilität und Erfahrung. Pascal Kubina (26) bringt mit 118 Oberliga-Spielen die nötige Routine. "Wir wollten in der Abwehr gezielt Erfahrung reinholen - Pascal bringt genau das mit", so Borchmann. Dazu kommt Amed Öncel (25), ausgebildet bei Fortuna Düsseldorf. Der technisch versierte Rechtsfuß kann sowohl die rechte Außenbahn als auch das Zentrum bespielen. "Türkspor steht für technisch starke Zocker - Amed passt da mit seiner Ausbildung gut rein."

Ein weiterer Zugang für die Zentrale ist Sercan Calik (18), zuletzt U-19-Spieler bei Rot-Weiss Essen. Der robuste Sechser bringt neue Physis ins Mittelfeld. "Sercan bringt Körpergröße, Zweikampfstärke und Kopfballspiel mit - so einen Typ hatten wir bislang nicht", erklärt Borchmann.

Auch das Trainingspensum wurde angepasst: Drei feste Einheiten (Mittwoch bis Freitag), ergänzt durch eine freiwillige am Montag. "Dienstags pausieren wir - 48 Stunden nach dem Spiel ist das Verletzungsrisiko am höchsten", erklärt Borchmann.

Als Co-Trainer kehrt Dennis Niggemann zurück - ein früherer Weggefährte aus der gemeinsamen Zeit beim FC Iserlohn. Der 35-Jährige bringt Expertise in Videoanalyse und taktischer Detailarbeit mit: "Dennis hat in Iserlohn noch die Saison zu Ende gebracht, jetzt steigt er zur Vorbereitung bei uns ein." Zum Vorbereitungsstart am 2. Juli übernimmt auch Felix Schiffer wieder die Rolle des Torwarttrainers. Er hatte den Klub im Winter verlassen, nachdem sich die Trainingszeiten verändert hatten.

Eine offizielle Verkündung steht noch aus, laut Borchmann sei die Rückkehr jedoch intern geklärt. Zwischenzeitlich hatte Christopher Krüger die Position kurzfristig übernommen, verließ den Verein jedoch noch vor dem Rückzug wieder. Ein offizielles Saisonziel gibt es nicht - zumindest nicht öffentlich. Borchmann sagt: "Ich glaube, dass wir das Potenzial für die Top-Fünf haben - aber nach der letzten Saison sollten wir auch demütig bleiben."