Aus Zürich berichtet Gunnar Meggers
Selbstverständlich saß der DFB-Präsident saß am Dienstag auf der Tribüne des St. Jakob-Park. Zu sehen bekam er einen hart erarbeiteten 2:1-Sieg der deutschen Mannschaft gegen Dänemark. "Es ist gut, dass alle selbstkritisch sind und nicht versuchen, Dinge positiv darzustellen", zog Neuendorf am Mittwoch im deutschen Pressezentrum in Zürich ein gemischtes Fazit dessen, war er am Abend zuvor in Basel gesehen hatte. Zufrieden sei er schon, er sehe aber keinen Grund, in Euphorie auszubrechen, betonte der 64-Jährige.
Mit "Kraft, Stärke und Mentalität" haben das DFB-Team den zweiten Sieg im zweiten Gruppenspiel eingefahren. "Wir haben das erste Ziel erreicht. Aber alle sehen, dass es noch Potenzial gibt" Im Viertelfinale in der nächsten Woche sei eine Steigerung vonnöten.
Sehr positiv äußerte sich Neuendorf über den besonderen Teamgeist im deutschen Kader - besonders nach dem Ausfall von Giulia Gwinn, deren Eltern auch am Dienstag in Basel vor Ort waren. "Da zeigt sich der Charakter einer Truppe. So etwas kann eine Mannschaft auch durch ein Turnier tragen, auch wenn eine Leistung mal nicht zu 100 Prozent überzeugend ist." Zusammenhalt sei seiner Meinung nach "eine starke Währung in einem Turnier".
Auch zur EM-Bewerbung für 2029 äußerte sich Neuendorf. Der DFB gehört auch zum Bewerberkreis für die Ausrichtung der nächsten Europameisterschaft 2029. Am 3. Dezember wird entschieden, wer das Turnier ausrichten darf. Portugal, Polen, Italien sowie das skandinavische Duo aus Schweden/Dänemark - und damit alle Gegner der aktuellen deutschen EM-Gruppe - stehen in Konkurrenz zur Bewerbung des DFB.
"Das ist ein gutes Bewerberfeld", sagte Neuendorf. Dennoch sei er zuversichtlich, dass dieses Turnier in Deutschland ausgetragen und auch zum wirtschaftlichen Erfolg werden könne - auch aufgrund der großen Stadien, in denen gespielt werden soll. Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Köln, Leipzig, München und Wolfsburg hat der DFB als EM-Spielorte für 2029 ausgewählt. Beim Turnier in der Schweiz schreibe die UEFA trotz großen Interesses und des guten Zuschauerzuspruchs "keine schwarzen Zahlen", so der DFB-Präsident.