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Newcastles Schrei nach Woltemade - und was er Isak jetzt schon voraushat

kicker

Bis die Newcastle-Fans Nick Woltemade den ersten Song widmen, wird es bestimmt nicht mehr allzu lange dauern. Was seine Beliebtheit angeht, hat der Rekordneuzugang vom VfB Stuttgart seinen möglichen Vorgänger im Angriffszentrum bei den Magpies jedenfalls schon jetzt weit abgehängt.

"We don't care about Isak", erklang es am Samstag aus dem Gästeblock, als Newcastle bei Aufsteiger Leeds United antrat. "He don't care about me, all we care about is NUFC." Alexander Isak, der sich seit Wochen im Streik befindet, um seinen Wechsel zum FC Liverpool zu erzwingen, ist den NUFC-Fans also inzwischen "egal", weil er sich ihrer Ansicht nach eh nicht mehr für sie interessiert.

Woltemade dagegen sammelte früh erste Pluspunkte, indem er die Reise nach Leeds mitmachte und auf der Tribüne für allerlei Fotos zur Verfügung stand. Isak, der noch an keinem Mannschaftstraining in diesem Sommer teilnahm und für die Öffentlichkeit nahezu unsichtbar blieb, hat er damit schon jetzt etwas voraus: Er war bei einem Newcastle-Spiel 2025/26 live im Stadion.

Und wie gerne hätte ihn sein Trainer am Samstag auch schon auf dem Rasen gesehen. Doch die Versuche, Woltemade rechtzeitig zu registrieren, scheiterten, was nicht ohne Folgen blieb. Ohne Isak, den verletzten Ex-Hoffenheimer Joelinton und den rotgesperrten Flügelstürmer Anthony Gordon, der zuletzt als falsche Neun ausgeholfen hatte, kamen die Magpies bei Aufsteiger Leeds nicht über ein 0:0 und eine Handvoll Torchancen hinaus. Sie bleiben sieglos und haben nach drei Spieltagen erst zweimal getroffen.

"Alles, was uns heute gefehlt hat, bringt er meiner Meinung nach mit", machte Trainer Howe danach kein Geheimnis daraus, wie sehr er Woltemade schon vermisste. "Uns hat im letzten Drittel Qualität gefehlt. Wir waren mit dem Ball nicht konsequent und haben uns nicht genug Chancen herausgespielt. Unsere Entscheidungsfindung, unser Hunger zu treffen, war nicht so gut wie sonst." Es war ein ruhig und sachlich vorgetragener Schrei nach Woltemade.

Howe hat das Gefühl, Woltemade "schon ewig" zu kennen

"Er hat herausragende Qualitäten, die uns wirklich weiterhelfen können. Aber ich glaube, auch wir können ihm helfen in vielen Bereichen", meinte Howe weiter. "Die Premier League ist eine so herausfordernde Liga. Er wird sein Spiel anpassen und verändern müssen. Dabei werden wir ihm helfen."

Vom 90-Millionen-Euro-Mann hatte Howe "vom ersten Gespräch an" einen guten Eindruck. "Er ist einer dieser Menschen, bei dem man sofort das Gefühl hat, als würde man ihn schon ewig kennen. Ein echter Teamplayer. Jedes Mal hat er über das Team gesprochen und wie er ihm helfen kann. Er ist sehr uneigennützig. Da stößt ein großartiger Charakter in unsere Mannschaft. Er passt auf und neben dem Platz sehr gut zu uns", ist er sich sicher.

Bitter nur, dass das erst in knapp zwei Wochen passieren wird, weil Woltemade nun erst einmal in der Nationalmannschaft gefordert ist. "Gerade was ihn betrifft, ist es sehr frustrierend für uns", haderte Howe mit dem Terminkalender. "Ich hätte natürlich sehr gerne mit ihm gearbeitet und ihn mit unserem Spiel vertraut gemacht, weil ich glaube, dass auf ihn ein großer Umgewöhnungsprozess wartet. Aber wir werden geduldig sein."

Auch wenn er bis zum Heimspiel gegen Wolverhampton am 13. September (16 Uhr) kaum mit der Mannschaft trainiert haben dürfte, hat Woltemade angesichts der Personallage gute Chancen, direkt sein Debüt zu feiern. "Ich will den Druck auf ihn nicht weiter erhöhen", erklärte Howe. "Aber ich glaube, dass er ein Unterschiedsspieler ist."

Howe kommentiert Isak-Gerüchte kurios

Ob Isak - der ungeachtet des wochenlangen Einzeltrainings für Schwedens Nationalmannschaft nominiert wurde - dann noch Newcastle-Profi ist, darf bezweifelt werden. Und selbst wenn, ist schwer vorstellbar, dass ihn Howe so schnell wieder integrieren würde. Der Klub hat dessen Zukunft inzwischen zur Chefsache gemacht, Howe ist nicht mehr involviert und will das offenbar auch gar nicht sein. Seit zwei Wochen, so heißt es aus England, habe er nicht mehr mit seinem Top-Torjäger gesprochen. Er will sich auf die Spieler fokussieren, die ihm zur Verfügung stehen.

Gerüchte, wonach sich Isak bereits von seinen Teamkollegen verabschiedet habe, kommentierte Howe am Samstag entsprechend kurios. "Ich kann euch nicht sagen, dass das nicht passiert ist, aber auch nicht, dass es passiert ist."