"Viel kürzer, als wir uns alle gewünscht haben" - so fasste Marc-André ter Stegen seinen Beitrag zur Rückrunde des FC Girona zusammen. Im Januar war der 34-Jährige auf Leihbasis vom FC Barcelona gekommen, wollte mit Spielpraxis seine Rolle als Nummer 1 im DFB-Tor für die WM unterstreichen und Girona zum Klassenerhalt verhelfen. Am Ende aber erfüllte sich keiner dieser Wünsche.
Aufgrund einer schweren Oberschenkelverletzung stand ter Stegen letztlich nur zweimal für die Katalanen auf dem Rasen. Den vorletzten Tabellenplatz und den Abstieg Gironas konnte er so nicht verhindern, der WM-Zug ist ebenfalls ohne ihn abgefahren. Dennoch schrieb der Mönchengladbacher am Mittwoch auf Instagram: "Girona, vielen Dank für diese Monate."
Er sei "sehr dankbar dafür, wie ihr mich vom ersten Tag an empfangen habt. Es war mir eine Ehre, Teil dieser Familie zu sein", betonte ter Stegen trotz seines nur relativ kurzen Aufenthalts in der knapp 110.000 Einwohner großen Stadt. "Das Ende war nicht das, was wir wollten, aber ich bin davon überzeugt, dass dieser Klub die Kraft, die Identität und die Menschen hat, um sehr bald wieder dorthin zurückzukehren, wo er hingehört: in die höchste Spielklasse."
Ter Stegens Zukunft weiter offen
In seiner Nachricht an die Fans ließ ter Stegen allerdings offen, wie seine persönliche Zukunft aussieht. Vorerst geht es für ihn zurück zu Barca, doch Cheftrainer Hansi Flick plant nicht mit ter Stegen. Im Sommer 2025 hatte er die Rolle der Nummer 1 beim spanischen Meister an Joan Garcia verloren.
Dennoch gehört ter Stegen weiterhin zu den Topverdienern im Kader, Barcelona hatte auch während seiner Leihe nach Girona Teile des Gehalts des Torhüters gezahlt. Entsprechend würde Barca ihn wohl gerne loswerden. Im Verein geht man laut Mundo Deportivo allerdings davon aus, dass dieses Unterfangen aufgrund ter Stegens Gehalt und dessen Verletzungshistorie schwierig werden könnte. Der Keeper selbst will zudem aus familiären Gründen wohl gerne in Barcelona bleiben.