Der VfB Stuttgart beschäftigt weiterhin die UEFA-Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer. Nach vier Spieltagen in der Europa League muss der DFB-Pokal-Sieger bereits die zweite Strafe hinnehmen. Am Freitag wurde bekannt, dass die UEFA auch beim Heimspiel gegen Feyenoord Rotterdam mit dem Verhalten einiger Stuttgarter Anhänger nicht einverstanden war.
So muss der VfB eine Geldstrafe in einer Gesamthöhe von 43.000 Euro entrichten. Während 18.000 Euro auf das "Blockieren öffentlicher Durchgänge" zurückgehen, hängen die restlichen 25.000 Euro mit einer Protestaktion in der Cannstatter Kurve zusammen.
Dort hatten VfB-Anhänger nicht nur ein riesiges Banner mit den Worten "Respect Fans" aufgehängt, das in der Aufmachung an die "Respect"-Kampagne der UEFA erinnerte, sondern in einem kleineren, gleichzeitig entrollten Spruchband deftigere Worte gewählt. Sinngemäß forderten sie Stadionverbote für die "korrupten" Verbandsmitarbeiter, begleitet von Slogans wie "UEFA Mafia" und "Fuck UEFA". Darin sah die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer eine "Rufschädigung des Fußballsports und insbesondere der UEFA".
Die VfB-Fans agieren doppelt auf Bewährung
Die Fans bezogen sich darauf, dass die UEFA nach dem Gastspiel beim FC Basel (0:2) neben einer 20.000-Euro-Geldstrafe einen Zuschauerausschluss auf Bewährung gegen den VfB ausgesprochen hatte, nachdem im Gästeblock Pyrotechnik gezündet worden war. Weil der Stuttgarter Anhang wegen eines Vergehens in der zurückliegenden Champions-League-Saison auch bei Heimspielen auf Bewährung agiert, droht im weiteren Saisonverlauf sogar dessen doppelte Aussperrung.
Am Donnerstag (21 Uhr, LIVE! bei kicker) gastiert der VfB beim niederländischen Pokalsieger Go Ahead Eagles in Deventer und peilt den dritten Sieg im fünften Spiel an. Durch den 2:0-Erfolg gegen Feyenoord sprang Sebastian Hoeneß' Team auf den 20. Platz und wäre damit knapp auf Kurs K.-o.-Phase, für die sich die ersten 24 Teams qualifizieren.