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Ohne Goalgetter Moreno-Fell: Oberliga wird für Gau-Odernheim "ein großer Kampf"

kicker

50 Tore in 30 Partien: Mit dieser sagenhaften Quote sicherte sich Fabio Moreno-Fell in der vergangenen Saison nicht nur die "Torjägerkanone® für alle" in den sechsten Ligen, sondern trug auch wesentlich zum Aufstieg des TSV Gau-Odernheim bei. Erstmals tritt der Klub aus dem Landkreis Alzey-Worms nun in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar an.

Dort steht er vor der schwierigen Aufgabe, seinen besten Angreifer ersetzen zu müssen. Moreno-Fell trägt mittlerweile das Trikot des FSV Mainz 05 II, für den er am Wochenende in der Regionalliga Südwest debütierte. "Eins zu eins ist er gar nicht zu ersetzen. Aber es wird eine Lücke offen, in die ein anderer hineinwachsen kann. Wir haben genügend junge Spieler, die an dieser Aufgabe wachsen werden", betont Kapitän Jakob Friedrich.

Gelungener Auftakt

Auch ohne Fell glückte der Auftakt: Beim 1:0 gegen den SV Gonsenheim fuhr der Neuling sogleich die ersten drei Punkte ein. "Das Spiel hat unheimlich viel Spaß gemacht. Wir haben aber auch gemerkt, dass in der Oberliga viel investiert werden muss. Es war bis zur letzten Aktion ein großer Kampf. Es hat gezeigt, dass viel möglich ist", sagt Friedrich. Der 26-Jährige trug einst selbst das Gonsenheimer Trikot und absolvierte sein erstes Seniorenjahr beim Verein aus dem Mainzer Stadtteil. Seit sechs Jahren läuft er nun für den TSV auf.

„Das ist mit das Emotionalste, was man im Fußball erleben kann. Den Aufstieg über die Relegation zu schaffen, mit dieser Vorgeschichte.“ (Florian Diel)

Über den Umweg der Aufstiegsrunde war diesem vor wenigen Wochen der Gang in die Oberliga gelungen. Nachdem Gau-Odernheim am vorletzten Spieltag der regulären Saison durch das 1:1-Unentschieden in Steinwenden Konkurrent FV Dudenhofen an sich vorbeiziehen lassen musste, setzte sich der Vizemeister der Verbandsliga Südwest anschließend in den entscheidenden Partien gegen den FSV Jägersburg und die SG Mülheim-Kärlich durch. "Das ist mit das Emotionalste, was man im Fußball erleben kann. Den Aufstieg über die Relegation zu schaffen, mit dieser Vorgeschichte", erklärt Florian Diel. Der TSV-Trainer spricht vom "größten Erfolg in der Geschichte des Vereins". Dieser konnte 2024/25 nicht nur einmal jubeln: Sowohl der Reserve als auch der U 19 glückte der Aufstieg in die nächsthöhere Klasse (Bezirksliga/Regionalliga).

Irgendwie den Klassenerhalt erreichen

Klare Vorstellungen hat Diel vom großen Ziel in der neuen Saison: "Wir wollen mit allem, was wir haben, irgendwie versuchen, die Klasse zu halten." Dabei kann der 35-Jährige, der zuvor im Jugendbereich bei Mainz 05 und dem SV Gonsenheim tätig war und 2024 zu seinem Heimatverein zurückkehrte, auf einen nahezu unveränderten Kader bauen. Junge Spieler, die sich mit dem Klub identifizieren - so in etwa lasse sich das Beuteschema bei der Suche nach Verpflichtungen beschreiben. Mit Luis Breitenbruch (1. FC Kaiserslautern II) und Hannes Zundel, dem ehemaligen Kapitän der eigenen U 19, standen zwei Neuzugänge gegen Gonsenheim in der Startelf.

Als "perfekt gelungen" beschreibt Diel den Auftakt: "Es war ein komplett verdienter Sieg, der uns Selbstvertrauen gibt." Treu will sich der TSV in seiner Herangehensweise auf dem Feld bleiben. So setzt er wie bisher auf das bewährte System mit einer Dreier- oder Fünferkette als Basis sowie einer flexiblen Formation in Mittelfeld und Angriff. Innenverteidiger Friedrich, der zentrale Defensivakteur, spricht von einem "aufopferungsvollen" Fußball: "Wir spielen sehr intensiv mit Ball und gegen den Ball. Mit diesem Stil werden wir uns weiter identifizieren." Schon am Freitag ist der Aufsteiger wieder gefordert - dann gastiert Gau-Odernheim bei Arminia Ludwigshafen (19:30 Uhr).