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Plauen und der große Umbruch: "Wir sind auf einem guten Weg"

kicker

Regionalliga-Absteiger VFC Plauen hat seine lange Durststrecke gleich am ersten Spieltag der neuen Saison in der NOFV-Oberliga Süd beendet: 280 Tage nach dem letzten Pflichtspielsieg der Vogtländer (1:0 beim FSV Luckenwalde im Oktober 2024) war die Freude und vor allem die Erleichterung über den 2:0-Erfolg beim Aufsteiger 1. FC Lok Stendal riesig.

"Der erste Dreier nach der langen Zeit und mit einer neu zusammengestellten Mannschaft ist Balsam für die Seele und war wichtig für den gesamten Verein", sagt VFC-Präsident Thomas Fritzlar. Aus seiner Sicht ist der Auftakterfolg eine Bestätigung der guten Saisonvorbereitung, in der die Plauener unter anderem mit einem 1:1 gegen Regionalligameister 1. FC Lok Leipzig aufhorchen ließen. "Es zeichnet sich ab, dass die Transferperiode und -phase uns das gebracht hat, was wir uns gewünscht haben. Die Jungs sind absolut fit, absolut motiviert, und man sieht, dass sie die neue Spielanlage annehmen können", so Fritzlar.

Ein Mega-Umbruch

Der Plauener Trainer und Sportdirektor Sedat Gören stand und steht vor der Herausforderung eines Mega-Umbruchs mit jeweils 15 Ab- und Zugängen. Mit Doppeltorschütze Tyron Profis, der zuvor beim 1. Göppinger SV (Regionalliga Südwest) unter Vertrag stand, erwies sich in Stendal einer von sieben Neuen in der Startelf des VFC als Matchwinner "Es war keine einfache Situation für uns, weil wir schwer ins Spiel gekommen sind, das vom Gegner sehr kampfbetont geführt wurde", erklärt Sedat Gören.

Da sein Team das Geschehen über weite Strecken kontrollierte, sprach er hinterher jedoch von einem verdienten Sieg: "Wir haben natürlich in allen Bereichen von der Laufbereitschaft über die Abstimmung bis zum kollektiven Abwehrverhalten noch Luft nach oben. Aber insgesamt stimmt mich das erste Punktspiel optimistisch. Wir sind auf einem guten Weg." Gören sieht sich dabei ein Stück weit auch darin bestätigt, nur Kicker zu verpflichten, die in der Lage sind, seine Spielidee innerhalb kürzester Zeit umzusetzen. "Wir wollen dominant auftreten und bei Ballverlust mit hoher Leidenschaft und hoher Intensität ins Gegenpressing gehen", so der Trainer.

Eichie kommt aus Münster

Während der VFC am Dienstag mit Außenbahnspieler Isaac Eichie (zuletzt Preußen Münster II) eine weitere Neuverpflichtung vermeldete, geht der Blick schon auf das erste Heimspiel am Sonntag voraus. Gegen den VfB Empor Glauchau bekommen es die Plauener dabei erneut mit einem Neuling zu tun. "Das ist für uns sehr schwierig, weil die Aufsteiger viel Euphorie aus der Vorsaison mitbringen und gegen uns nichts zu verlieren haben. Deswegen müssen wir unsere Stärken auf den Platz bringen und mit noch mehr Tempo spielen, aber auch kämpferisch und körperlich voll dagegenhalten", sagt Gören.

Der VFC-Trainer hat neben Krieschow den RSV Eintracht 1949, Halberstadt und Bischofswerda als Mitfavoriten für den Staffelsieg auf dem Zettel. Doch auch Halle und Auerbach traut er eine gute Rolle zu. Darüber hinaus ist er sich mit dem Vereinschef einig, dass es für Plauen keine leichten Gegner geben wird. "Wir gehen jedes Spiel, und das ist nicht nur so dahergeredet, mit großem Respekt an. In der Liga ist alles möglich", weiß Fritzlar.