Eine Weltmeisterschaft ist längst mehr als ein Fußballturnier. Sie ist die größte Bühne des Sports, ein globales Ereignis, das Milliarden Menschen an die Bildschirme zieht, und die 2026er-Ausgabe sprengt sämtliche Maßstäbe.
48 Mannschaften statt 32, drei Gastgeberländer statt einem, 104 Spiele statt 64. Alles an diesem Turnier ist größer als je zuvor.
Was für den sportlichen Rahmen gilt, gilt auch für die Finanzen. Denn wenn am 19. Juli der neue Weltmeister feststeht, geht es nicht nur um Ruhm und den goldenen Pokal. Es geht auch um Summen, die selbst im modernen Fußball für offene Münder sorgen.
| Wettbewerb | Weltmeisterschaft 2026 |
|---|---|
| Runde | Finale |
| Begegnung 1 | Spanien - Argentinien |
| Datum | Sonntag, 19. Juli 2026 |
| Anpfiff | 21:00 Uhr MESZ |
| Ort | Metlife Stadium, New Jersey |
| Übertragung TV | ZDF, MagentaTV |
| Übertragung im LIVE-STREAM | ZDF-Mediathek, sportstudio.de, Joyn, MagentaTV |
Der FIFA-Rat hat für dieses Turnier eine Rekordbeteiligung von 727 Millionen US-Dollar bewilligt. Allein 655 Millionen davon fließen als Preisgeld an die 48 Teilnehmer.
Das ist ein Plus von 50 Prozent gegenüber der letzten WM. Wer den Titel holt, erhält 50 Millionen Dollar. Es ist die höchste Prämie, die je bei einer Weltmeisterschaft ausgeschüttet wurde.
"Die WM ist auch bahnbrechend, was die finanzielle Beteiligung der globalen Fussballgemeinschaft betrifft", sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino vor dem Turnier.
Dazu kommen für jedes qualifizierte Team 2,5 Millionen Dollar als Zuschuss zu den Vorbereitungskosten.
Unterm Strich heißt das: Selbst wer bei dem XXL-Turnier nach der Vorrunde die Heimreise antreten musste, hat mindestens 12,5 Millionen Dollar mitgenommen.
Funfact: Da die Verbände Sorge hatten, dass sie am Ende höhere Kosten als Einnahmen haben könnten, wurden der Mindestbetrag von neun auf zehn und der Zuschuss von 1,5 auf 2,5 Millionen Dollar erhöht.
Wie war es denn früher? Der Blick zurück unterstreicht, wie steil die Kurve nach oben zeigt und wie viel Geld beim Fußball inzwischen umgesetzt wird. Brasilien kassierte für den Titel 2002 gerade einmal 8,3 Millionen Dollar. Heute bekommt jede einzelne Mannschaft mehr, egal wie früh sie scheitert.
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Italien verdiente sich 2006 immerhin 19,9 Millionen. Das entspricht ungefähr dem, was in diesem Sommer schon ein Viertelfinalist einstreicht. Spanien durfte sich 2010 über 30 Millionen freuen, die deutsche Nationalmannschaft 2014 über 35 Millionen.
Frankreich holte 2018 dann 38 Millionen, Argentinien vier Jahre später 42 Millionen. Und nun eben 50. In gut zwei Jahrzehnten hat sich das Siegerpreisgeld damit versechsfacht.
Dass ein Weltmeister überhaupt eine eigene Titelprämie erhält, ist eine vergleichsweise junge Erfindung. Erst seit 2002 schüttet die FIFA für den Triumph eine feste Summe aus.
Davor funktionierte das System grundlegend anders: Bezahlt wurde nach Einsatz, nicht nach Erfolg. Jede Mannschaft bekam eine Prämie pro absolviertem Spiel.
Bei der WM 1986 waren das 250.000 US-Dollar je Partie. Wer es bis ins Finale schaffte, kam damit auf 1,75 Millionen Dollar. Gemessen an den 50 Millionen, die heute auf den Sieger warten, wirkt das wie aus einer anderen Welt.
Fünf Wochen Weltmeisterschaft münden am Sonntag in das eine Spiel, auf das alles zulief. Und die beste Nachricht vorweg: Das Finale kostet nichts. Das ZDF überträgt das Endspiel live und frei empfangbar, ein Abo braucht dafür niemand.
Der große Fußballabend beginnt um 19.30 Uhr. Aus dem ZDF-Studio in Berlin begrüßt Katrin Müller-Hohenstein die Zuschauer, ihr zur Seite stehen Friederike Kromp und Christian Streich.
Direkt aus dem Endspielstadion in New York/New Jersey melden sich Jochen Breyer sowie das Expertenduo Christoph Kramer und Per Mertesacker. Am Mikrofon begleitet Oliver Schmidt das Finale.
Wer unterwegs ist oder keinen Fernseher zur Hand hat, verfolgt die Partie kostenlos im Stream, ob nun in der ZDF-Mediathek, auf sportstudio.de oder über Joyn.
Auch MagentaTV zeigt das Endspiel. Der Telekom-Dienst überträgt als Rechteinhaber sämtliche 104 Turnierspiele und damit natürlich auch das Endspiel.
Im Studio setzt der Sender auf prominente Namen: Thomas Müller, Mats Hummels, Jürgen Klopp und Tabea Kemme analysieren, Johannes B. Kerner und Laura Wontorra moderieren, Wolff-Christoph Fuss kommentiert. Empfangen lässt sich das Angebot auf jedem internetfähigen Gerät.
Wer das Finale verpasst oder die entscheidenden Szenen noch einmal sehen will, findet bei DAZN kurz nach dem Abpfiff die Höhepunkte.
Der Zugang läuft über drei Pakete: Unlimited mit über 8.000 Live-Events, Super Sports als schlankere Variante und den Mobile Pass fürs Smartphone. Wichtig zu wissen: Nach der WM ist vor der neuen Fußball-Saison. Mit Unlimited seht Ihr alles, was der Sportstreamingdienst im Programm hat, und das sind über 8.000 Live-Events pro Jahr.