Fehlercode: %{errorCode}

PSG fordert 180 Millionen Euro von Mbappé

kicker

Die juristische Auseinandersetzung zwischen Paris Saint-Germain und Kylian Mbappé hat nun offiziell die nächste Eskalationsstufe erreicht. Wie die Anwälte des Hauptstadtklubs am Montag vor dem Arbeitsgericht in Paris bekanntgaben, fordert der amtierende französische Meister von seinem ehemaligen Stürmer, der gleichzeitig Rekordtorschütze des Vereins ist (256 Treffer), eine satte Entschädigung in Höhe von 180 Millionen Euro.

Als Grund im mittlerweile jahrelangen Rechtsstreit führen die PSG-Anwälte einen geplatzten Transfer Mbappés im Sommer 2023 an. Damals hätte der Weltmeister von 2018 eigentlich nach Saudi-Arabien wechseln sollen, der schwerreiche Klub Al-Hilal hatte Paris ein lukratives Angebot unterbreitet.

Die Offerte soll ein Ablösepaket von über 300 (!) Millionen Euro beinhaltet haben. Weil Mbappé das Angebot damals allerdings ausschlug und einen Verbleib in Paris vorzog, sieht sich sein ehemaliger Arbeitgeber nun finanziell geschädigt und fordert offiziell eine Kompensationszahlung - in Höhe von 180 Millionen Euro. Mit einer weiteren Schadensersatzforderung von 60 Millionen Euro könnte die Summe gar auf 240 Millionen Euro anwachsen.

Kein Einfluss auf Mbappés Leistungen

Die Fehde zwischen Mbappé und PSG gleicht mittlerweile einem offenen Schlagabtausch. Die Pariser Forderung steht schließlich in direktem Zusammenhang mit einer vorherigen Klage des mittlerweile zu Real Madrid gewechselten Angreifers, der von PSG insgesamt 240 Millionen Euro eingefordert hatte.

Im Vorwurf Mbappés war es unter anderem darum gegangen, dass PSG den einst befristeten Kontrakt zum Vertragsende in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis umgewandelt habe - und er nach Vertragsende durch den Ex-Klub "seelisch belastet" wurde. Das letzte Wort in diesem Fall ist noch nicht gesprochen. In Frankreich rechnen sie auch so schnell nicht mit einem Urteilsspruch.

Die Leistungen Mbappés jedenfalls belastet die Fehde nicht wirklich: In der laufenden Saison schoss der 94-malige Nationalspieler Frankreichs, der mit bereits 55 Treffern bald Olivier Giroud (57) als Rekordtorschützen des Landes ablösen dürfte, bereits 13 La-Liga-Tore (in zwölf Spielen) sowie fünf Treffer in vier Champions-League-Einsätzen. Für die Equipe Tricolore schnürte er beim 4:0 gegen die Ukraine einen Doppelpack und war damit maßgeblich am gelösten WM-Ticket verantwortlich.