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PSG im Finale: Was ist eigentlich der Interkontinental-Pokal?

kicker

Nach dem UEFA-Supercup im August kann Paris St. Germain am Mittwochabend (18 Uhr, LIVE! bei kicker) den zweiten Titel der Saison einfahren: den Interkontinental-Pokal. Den was? Tatsächlich ist die aktuelle Austragung die erst zweite unter diesem Namen und diesem Modus. Im Vorjahr hatte sich Real Madrid durch ein 3:0 über den mexikanischen Klub Pachuca zum ersten Champion gekrönt.

Um einen ganz jungen Wettbewerb handelt es sich aber trotzdem nicht - nicht wirklich zumindest. Der Interkontinental-Pokal ersetzt die "alte" Klub-WM, die bis 2023 jeweils im Winter ausgespielt wurde. Die neu aufgelegte-Klub WM mit 32 statt sieben Mannschaften, die alle vier Jahre stattfindet, feierte im Sommer 2025 Premiere. Den Interkontinental-Pokal gibt es weiterhin jedes Jahr.

Als der Beschluss für die neue Klub-WM im Jahr 2023 gefällt wurde, äußerten laut Aussage der FIFA die verschiedenen Konföderationen den Wunsch, die Sieger ihrer Klubwettbewerbe weiterhin jedes Jahr gegeneinander antreten zu lassen. Daraufhin entschied der Weltverband, die "alte" Klub-WM zum Interkontinental-Pokal umzumodeln. Der ist also gewissermaßen ein zusätzlicher Wettbewerb, aber kein neuer.

Allerdings ist der Modus auch nicht identisch mit der alten Klub-WM. Während 2023 noch sieben Mannschaften innerhalb von zehn Tagen den Sieger ausspielten, nehmen am Interkontinental-Pokal nun nur die sechs Sieger von UEFA Champions League (Europa), Copa Libertadores (Südamerika), CAF Champions League (Afrika), AFC Champions League Elite (Asien), CONCACAF Champions Cup (Nord- und Mittelamerika) und der OFC Champions League (Ozeanien) teil. Außerdem erstreckt sich der Wettbewerb nun über mehrere Monate.

Die erste Runde findet bereits im September statt. Bestritten wird sie immer vom ozeanischen Vertreter. Gegner ist im jährlichen Wechsel entweder der Gewinner aus Afrika oder Asien. In einem Jahr, in dem die erste Runde zwischen Klubs aus Ozeanien und Afrika ausgespielt wird, wartet auf den Gewinner im Umkehrschluss der asiatische Klub. Diese Dreier-Konstellation mit zwei Spielen nennt die FIFA "Afrika-Asien-Pazifik-Pokal". Heimrecht hat hier immer der im FIFA-Klubranking besser platzierte Verein. Alle anderen Spiele finden auf neutralem Boden statt - in diesem und im letzten Jahr war jeweils Katar der Ausrichter.

Auf der anderen Seite des Turnierbaums treffen immer die beiden Gewinner aus Südamerika und aus Nord- und Mittelamerika im "Derby of the Americas" aufeinander. Weil das Finale der Copa Libertadores erst Ende November stattfand, wurde diese Runde erst am 10. Dezember ausgespielt, bereits in Katar. Der südamerikanische Champion Flamengo schlug Cruz Azul aus Mexiko mit 2:1.

Die beiden Sieger des "Afrika-Asien-Pazifik-Pokals" und des "Derby of the Americas" treffen dann im sogenannten "Challenger Cup" aufeinander. Flamengo setzte sich am vergangenen Samstag im Elfmeterschießen gegen den ägyptischen Verein Pyramids FC durch, der zuvor den "Afrika-Asien-Pazifik-Pokal" gewonnen hatte. Der Sieger tritt im Finale des Interkontinental-Pokals gegen den Sieger der europäischen Champions League an - in diesem Jahr also PSG.

Für den UEFA-Vertreter bedeutet der neue Modus, dass er direkt für das Finale gesetzt ist und nur dieses eine Spiel bestreiten muss. Im alten Modus noch stieg der Champions-League-Sieger bereits im Halbfinale des Wettbewerbs ein und musste auf dem Weg zum Titel zwei Spiele gewinnen.