Fehlercode: %{errorCode}

"Richtig einen auf die Nase bekommen": Beim FCS zeigt der Trend nach unten

kicker

Dem 2:4 gegen den SC Verl konnten die Akteure beim 1. FC Saarbrücken kaum Positives abgewinnen. Immerhin stand Richard Neudecker zum ersten Mal seit seiner Adduktorenverletzung im Dezember vergangenen Jahres wieder in einem Pflichtspiel auf dem Platz, gegen die Ostwestfalen konnte aber auch der 28-Jährige nichts mehr ausrichten. Nach seinem gut 15-minütigen Comeback teilte Neudecker die Ansicht aller Saarbrücker, dass dem FCS "ganz klar die Grenzen aufgezeigt wurden".

Von 15 Minuten in der zweiten Halbzeit abgesehen spielten die Verler die Gastgeber an die Wand, weshalb das Endergebnis beinahe schmeichelhaft ausfiel. Gegen den Ball kamen die Saarländer gegen extrem ballsichere Verler gar nicht erst in die Zweikämpfe, im Ballbesitz eröffnete sich ein Fehlpassfestival. Zur spielerischen Überlegenheit von Verl kamen bei den ersten drei Gegentoren auch noch individuelle Fehler hinzu. "Wir hatten gar keinen Zugriff", musste Kapitän Sven Sonnenberg eingestehen, der selbst beim Tor zum zwischenzeitlichen 1:2 den Gästen den Ball auf dem Silbertablett serviert hatte. "So einen Auftritt können wir uns nicht leisten, gerade zu Hause".

"Wir waren gedanklich nicht auf dem Platz", sah auch Trainer Alois Schwartz bei MagentaSport einen bitteren Auftritt seiner Mannschaft. "Der Gegner war in allen Belangen handlungsschneller. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen und dann schießen wir uns die Gegentore fast noch selber. Wir haben richtig einen auf die Nase bekommen und damit müssen wir klarkommen", so der Trainer.

Der Trend bei den Saarländern zeigt mittlerweile nach unten. War der FCS zuvor noch seit sieben Spielen ungeschlagen, stehen die jüngsten Ergebnisse nun in einem anderen Licht: Weil die Saarbrücker in ihren drei Partien vor der Länderspielpause nicht über drei Remis hinauskamen, sind sie nun inklusive der Niederlage gegen den SCV seit vier Spielen ohne Sieg.

Sonnenberg: "Auch mal draufhauen, wo es sein muss"

"Wir müssen das jetzt abhaken, so schnell es geht, es gut analysieren und auch mal draufhauen, wo es sein muss", fordert Sonnenberg. "Wir müssen bei uns bleiben, schauen, was wir besser machen müssen, Kopf nach oben neben und da rauskommen." Wobei es dahingehend sicherlich kompliziertere Ausgangssituationen als die des FCS gibt: Denn die tabellarische Situation hat sich kurioserweise am Wochenende verbessert, weil der VfL Osnabrück parallel mit 0:4 gegen die U 23 der TSG Hoffenheim verlor, seine Tordifferenz verschlechterte, und den FCS auf Position 3 vorbeiziehen ließ.

Der Relegationsplatz bleibt aber hart umkämpft: 19 Punkte haben neben den Saarbrückern und Osnabrück auch Rot-Weiss Essen und die Verler inne. Aktuell fünf Punkte weniger auf dem Konto hat der FC Ingolstadt, der den FCS mit dem Rückenwind aus zwei Siegen am Samstag (14 Uhr, LIVE! bei kicker) empfängt.