Nach der 2:3-Heimniederlage gegen den FC Luzern zum Liga-Auftakt am Letzigrund gingen die Grasshoppers unter Neo-Trainer Gerald Scheiblehner Samstagabend bei Meister FC Basel mit 1:2 erneut als Verlierer vom Platz.
Scheiblehner musste sich die Frage gefallen lassen, ob er nun vor dem Spiel gegen Servette Genf schon unter Druck stehe und konterte: "Ja, es muss unbedingt ein Sieg her, sonst werde ich wahrscheinlich entlassen. Ich fühle mich unglaublich unter Druck - in Basel zu verlieren ist für GC fast schon eine Schande."
Die Züricher Zeitung Blick mutmaßte darob: "Eine mögliche Übersetzung wäre: Klar, mit zwei Niederlagen ist man nicht zufrieden, aber man bricht bei den Hoppers nach einer knappen Niederlage beim Titelverteidiger nicht in Panik aus."
Prophet mit anderen Brillen
Vor dem Spiel hatte Scheiblehner vor Basels Spielmacher Xerdan Shaqiri gewarnt, den man nie ganz aus dem Spiel nehmen könne, weil jener auch bei Standards überragend sei. Hier erwies sich der ehemalige BW-Linz-Trainer als Prophet, denn das Siegtor fiel eine Viertelstunde vor Schluss nach einem Freistoß Shaqiris, den Philip Otele reinköpfte und somit einen Doppelpack schnürte.
Insgesamt könne man auch "viel Positives mitnehmen", so Scheiblehner ganz ohne Sarkasmus. Basel-Trainer Ludovic Magnin hörte sich die Analyse des Österreichers an und stellte fest: "Wir haben das Spiel mit unterschiedlichen Brillen gesehen, ich habe nicht das Gleiche gesehen." Die Spieldaten sprechen eher für Magnins Sehbehelf.