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Satte Geldstrafe vom DFB: VfB legt Einspruch ein

kicker

Arminia Bielefeld hatte bereits Post erhalten, nun war auch der VfB Stuttgart an der Reihe. Und wie erwartet hat es das Urteil des DFB-Sportgerichts in sich, mit dem die Vorfälle rund um das DFB-Pokal-Finale am 24. Mai in Berlin geahndet werden. Demnach muss der VfB eine Geldstrafe in Höhe von 350.000 Euro bezahlen.

Von den Minuten vor dem Anpfiff bis in die Nachspielzeit - und sogar noch danach - hatten Stuttgarter Anhänger immer wieder pyrotechnische Gegenstände gezündet, der DFB schreibt von "hunderten", darunter Bengalische Feuer, Raketen, Rauchkörper und Böller. Bei der hohen Sanktion sei "die besondere Schwere und Gefährlichkeit der Vorfälle" berücksichtigt worden, heißt es.

Rechtskräftig ist das Urteil allerdings noch nicht. Nach Verbandsangaben hat der VfB fristgerecht Einspruch eingelegt. Die Schwaben sind bemüht, die Summe zu drücken, die für Pyro-Vergehen in einem Spiel zwar nicht einmalig ist - der 1. FC Köln etwa war 2023 mal zu einer Geldstrafe über 595.000 Euro verurteilt worden -, aber historisch gesehen sehr weit vorn liegen dürfte.

Zum Vergleich: Für den DFB-Pokal-Sieg, den der VfB mit einem 4:2-Erfolg über Bielefeld feierte, schüttete der DFB 4,32 Millionen Euro aus. Stuttgarts Finalgegner Bielefeld war wegen pyrotechnischer Vergehen im Berliner Olympiastadion mit einer Strafe von 48.035 Euro davongekommen.

Was mit den Geldstrafen passiert - und dem VfB schon die nächste bevorsteht

Wie gewohnt darf auch der VfB ein Drittel der Summe, bei 350.000 Euro also bis zu 116.700 Euro, für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen zu verwenden, was dem DFB bis zum 31. März 2026 nachzuweisen wäre.

Grundsätzlich kommen die Geldstrafen, die der DFB einsammelt, fußballnahen Stiftungen zugute. Das Spendenvolumen des DFB orientiert sich traditionell im Schwerpunkt, aber nicht ausschließlich an der Höhe der Ordnungsgelder. Im vergangenen Jahr hatte der DFB mehr als sechs Millionen Euro gespendet, die Hälfte davon an die DFL-Stiftung.

Und für den VfB steht schon die nächste Sanktion bevor. Auch beim Erstrunden-Auftakt am Dienstag in Braunschweig (8:7 i. E.) zündeten Anhänger des Titelverteidigers Pyrotechnik - wenn auch in deutlich kleinerem Umfang als im Finale.