Adil Aouchiche kommt vom FC Aberdeen nach Gelsenkirchen, sein Stammverein ist aber AFC Sunderland. Die bisherige Saison verbrachte er auf Leihbasis an der Ostküste Schottlands.
"Als der Anruf kam, habe ich mich sehr gefreut und hatte direkt große Lust auf Schalke", erklärt Aouchiche. "Wir haben viel vor, und ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass wir eine erfolgreiche Rückrunde spielen. Das möchte ich bei jedem Training zeigen."
Der 23-Jährige wurde in der Akademie von Paris Saint-Germain ausgebildet und galt in seinem Heimatland einmal als ganz großes Versprechen. Für die französischen Junioren-Nationalteams absolvierte er insgesamt 48 Länderspiele und erzielte dabei 21 Tore. Bei der U-17-EM 2019 wurde er Torschützenkönig, doch anschließend nahm seine Karriere nicht wie erhofft an Fahrt auf.
Nach Stationen in St. Etienne und Lorient wagte er 2023 den Sprung auf die Insel, doch weder in Sunderland noch in Portsmouth oder in Aberdeen gelang ihm der endgültige Durchbruch. Für Aberdeen kam er in der schottischen Premier League zwar 20-mal zum Einsatz, doch dabei wurde er neunmal ein- sowie fünfmal ausgewechselt. Aouchiche bringt mit unter anderem 81 Ligue-1-Spielen und 48 Partien in der englischen Championship ordentlich Erfahrung mit - und wagt nun einen neuen Anlauf auf Schalke.
"Adil passt mit seiner Intensität und Spielintelligenz sehr gut in unsere Philosophie. Als Box-to-Box-Spieler wird er eine spannende Option für unser Spiel sein, mit starker Physis, hoher Laufarbeit und guter Dynamik auf den ersten Metern", sagte Youri Mulder (Direktor Profifußball) über den Neuzugang und führte aus: "Adil erkennt Situationen früh, ist konstant anspielbar und traut es sich zu, auch den riskanten Ball zu spielen."
Auch N'Diaye wird Schalker
Das war aber nicht der letzte Neuzugang der Knappen am Deadline Day, denn am Abend gab der Tabellenführer der 2. Bundesliga noch den Transfer von N'Diaye bekannt. Der Mann für die linke Defensivseite wechselt auf Leihbasis vom RSC Anderlecht zu den Königsblauen und trägt künftig die Rückennummer 16.
"Uns war wichtig, auf der linken Defensivseite breiter aufgestellt zu sein. Mit Moussa verpflichten wir für diese Position einen Spieler, der für intensiven Fußball steht“, sagt Mulder. "Er hat uns in den Gesprächen klargemacht, dass er heiß auf die Herausforderung ist."
Damit hat Schalke die Neuzugänge vier und fünf in diesem Winter unter Dach und Fach gebracht. Bereits zuvor nahm der Zweitliga-Spitzenreiter Torwart Kevin Müller (Heidenheim), Angreifer Edin Dzeko (AC Fiorentina) sowie Mittelfeldspieler Dejan Ljubicic unter Vertrag.