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Schock im ÖFB-Team: Baumgartner fällt für WM aus

kicker

Die schlimmsten Befürchtungen im Lager des ÖFB und der Fans der österreichischen Nationalmannschaft haben sich am Dienstagvormittag bestätigt. Christoph Baumgartner wird die WM 2026 in Nordamerika verpassen. Eine MRT-Untersuchung brachte über den Grad seiner Verletzung Verletzung der Muskulatur im rechten Oberschenkel Sicherheit.

Baumgartner hatte beim Aufwärmen vor der Generalprobe gegen Tunesien in Wien (1:0) einen Stich gespürt und rutschte dadurch aus der Startelf. Tags darauf folgte schließlich die traurige Gewissheit, dass der 26-Jährige nicht an der Endrunde in Übersee teilnehmen können wird.

"Das ist für Christoph und für uns als Team natürlich eine sehr bittere Nachricht. Er ist ein wichtiger Spieler und eine zentrale Persönlichkeit innerhalb unserer Mannschaft. Jetzt gilt unsere volle Unterstützung seiner Genesung", sagte ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick in einer ersten Reaktion.

Hiobsbotschaft am "Peak" seiner Karriere

Baumgartner hatte in der abgelaufenen Saison bei Leipzig mit 17 Pflichtspieltoren und neun Assists überzeugt. Der 26-Jährige befand sich laut eigenen Angaben am "Peak" seiner Karriere, wie er es in der Vorwoche formulierte. Gemäß Einschätzung der Branchen-Website transfermarkt.at ist Baumgartner mit einem Marktwert von 40 Millionen Euro der mit Abstand wertvollste Spieler der ÖFB-Auswahl. In 58 Partien für Österreich hat der Waldviertler bisher 19 Treffer erzielt. Die vergangene Saison in Leipzig war die bisher beste seiner Karriere, die Vorfreude auf seine erste WM groß. "Der Zeitpunkt könnte für mich persönlich nicht besser sein", meinte Baumgartner in der Vorwoche bei der Teamzusammenkunft in Wien. Umso schmerzhafter ist nun das verletzungsbedingte Out.

Baumgartner gilt im ÖFB-Team als Schlüsselspieler, der nur schwer zu ersetzen ist. Für seine Position im Offensivzentrum kommen u.a. die im März vom deutschen bzw. englischen Verband zum ÖFB gewechselten Youngsters Paul Wanner und Carney Chukwuemeka infrage. Beide wurden in der zweiten Hälfte gegen Tunesien eingewechselt. Dazu ist neben dem gelernten Stürmer Gregoritsch auch der im Nationalteam zumeist auf der linken Seite aufgebotene Marcel Sabitzer, der in allen drei WM-Testspielen in diesem Jahr getroffen hat, eine Option.

Entwarnung bei Alaba

Nennschluss für die endgültigen WM-Aufgebote beim Weltverband FIFA war eigentlich bereits am Montag. Im Fall von Verletzungen dürfen allerdings bis 24 Stunden vor dem ersten WM-Spiel - im Fall Österreichs am 16. Juni (17. Juni, 6.00 Uhr MESZ, LIVE! bei kicker) gegen Jordanien - Änderungen vorgenommen werden. Die weiteren Schritte bezüglich einer Nachbesetzung von Baumgartner im 26-Mann-Kader werden laut ÖFB-Angaben aktuell intern abgestimmt. Eine Information soll "zu gegebener Zeit" erfolgen.

Gute Nachrichten gab es hingegen von David Alaba: Der Kapitän wurde ebenfalls durchgecheckt, bei ihm wurde keine Muskelverletzung diagnostiziert. Wer für Baumgartner nachnominiert wird, werde der ÖFB noch bekanntgeben.