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Schüller: "Was wir uns aufgebaut haben, ist sehr stark"

kicker

Die Rollen vor dem Supercup zwischen Vizemeister VfL Wolfsburg und Doublesieger FC Bayern am Samstag (14 Uhr, LIVE! bei kicker) in Karlsruhe sind klar verteilt: Die Münchnerinnen sind klarer Favorit. Das gilt auch für die neue Saison. Das Team des neuen Cheftrainers José Barcala, der von Servette Genf zum FC Bayern wechselte, hat den qualitativ am besten besetzten Kader aller 14 Bundesligisten zusammen.

Von den Double-Gewinnerinnen der Vorsaison hat mit Sydney Lohmann (zu Manchester City) nur eine Spielerin mit sportlicher Relevanz den FCB verlassen. Und: Lena Oberdorf könnte rund 13 Monate nach ihrem Kreuzbandriss ihren Einstand auf dem Platz für den Doublesieger feiern. "Obi ist superfit", freut sich ihre Mitspielerin und gute Freundin Lea Schüller. "Sie war ja schon am Ende der letzten Saison wieder im Training. Von daher ist sie auf dem gleichen Stand wie alle anderen Spielerinnen."

Auch Schüller weist die Favoritenrolle vor dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison nicht von ihrer Mannschaft. Sie sagt: "Was wir uns in den vergangenen Jahren aufgebaut haben, ist schon sehr stark. Als Doublesieger sollte man auch als Favorit in so ein Spiel gehen. Aber man wird am Ende sehen, was dabei herumkommt. Natürlich wollen wir auch wieder die Meisterschaft holen. Ich bin überzeugt, dass wir das schaffen können."

Schüller erkennt Hoffmanns Leistungen an

Die Nationalspielerin, die in 80 Länderspielen 54 Tore geschossen hat, erlebte bei der EM in der Schweiz eine sportliche Berg- und Talfahrt. Nach ihren beiden Treffern in den ersten beiden Partien der Gruppenphase gegen Polen (2:0) und Dänemark (2:1) durfte die 27-Jährige auch im dritten Gruppenspiel gegen Schweden (1:4) beginnen, saß aber im Viertelfinale gegen Frankreich und im Halbfinale gegen Spanien zunächst auf der Bank. Bundestrainer Christian Wück gab der Leipzigerin Giovanna Hoffmann den Vorzug in der Sturmspitze.

Hoffmann gelang zwar in den beiden K.-o.-Partien kein Treffer, sie rechtfertigte ihre Startelf-Aufstellungen aber durch großen kämpferischen Einsatz. "Gio ist für mich reingekommen und hat es sehr gut gemacht", erkennt auch Schüller die Leistung ihrer  Konkurrentin an und ergänzt: "Es geht bei einer EM nicht um Einzelspielerinnen, sondern es geht um die Mannschaft. Und als Mannschaft haben wir gezeigt, was wir können."

Auch Schüller will in der neuen Saison wieder zeigen, was sie kann, und die EM mental hinter sich lassen. In der vergangenen Spielzeit gelangen ihr elf Tore. "Wir sind bereit für den Start und wollen das, was wir unter unserem ehemaligen Trainer Alexander Straus in den letzten Jahren auf den Platz gebracht haben, mit José Barcala weiterführen."