"Es ist das zweite Jahr in Folge, dass ich meinen Geburtstag an einem Champions-League-Abend feiern musste - und das zweite Mal in Folge haben mir die Spieler ein schönes Geschenk gemacht. Ich möchte die UEFA fragen, ob ich nächstes Jahr meinen Geburtstag mit meinen Freunden und meiner Familie feiern kann", äußerte Slot einen kleinen Wunsch für die kommende Saison.
Im vergangenen Jahr gewann Liverpool am 17. September mit 3:1 bei Milan, am Mittwoch war es dann ein 3:2-Sieg gegen Atletico, bei dem Virgil van Dijk in der zweiten Minute der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielte. "Das ist die Mentalität, die diese Mannschaft hat, aber es sollte nicht nur um Mentalität gehen. Es geht auch darum, wie fit wir sind, wie gut wir vorbereitet sind, dass das Team ein letztes Mal pushen kann", so Slot, der sich über einen "weiteren großartigen Abend" an der Anfield Road freute. "Ich denke, das ist es, worum es bei dem Format geht, was die UEFA wahrscheinlich wollte: Schon ein erstes Spiel in der Gruppenphase zu haben, das ein Viertelfinale, Halbfinale oder Achtelfinalspiel hätte sein können."
Liverpool wurde in dieser Saison wieder seinem Ruf gerecht, ganz späte Tore zu erzielen. Es war schon das vierte Mal, dass die Reds in allen Wettbewerben nach der 90. Minute einen Treffer erzielten. Das Team von Slot hat alle seine Spiele mit Toren nach der 80. Minute gewonnen.
"Wir haben wirklich gut gespielt, viele Chancen bekommen, das Spiel früher zu beenden, und dann triffst du auf eine Mentalitätsmannschaft wie Atletico. Sie finden immer einen Weg, ins Spiel zurückzukehren - und genau das haben sie getan. Das Gute für uns ist, dass wir dieselbe Mentalität haben", freut sich Slot.
Slot fordert bei Wirtz "ein bisschen Zeit"
Es war auch der Abend, an dem Rekord-Einkauf Alexander Isak erstmals für Liverpool auflief. Es reichte für einen Einsatz bis zur 58. Minute, dann kam Hugo Ekitiké in die Partie. "Ich war positiv überrascht, wie fit er in den 60 Minuten war, aber das sagt Ihnen vielleicht, dass es ein Unterschied sein könnte, einen 20-Jährigen aus einer anderen Liga zu verpflichten oder einen 25-Jährigen, der es gewohnt ist, in dieser Liga zu spielen", so Slot. "Seine Qualität hat mich nicht überrascht, denn das wissen wir alle. Man muss kein Manager sein, um zu erkennen, wie viel Qualität er hat."
Qualität hat natürlich auch der deutsche Nationalspieler Florian Wirtz, der in Sachen Scorerpunkten aber noch dem eigenen Anspruch hinterherhinkt. Allerdings gab es auch für den Ex-Leverkusener ein Lob vom Chef. "Er war ein paar Mal kurz davor, ein Tor zu schießen oder eines vorzubereiten. Ich glaube, er war derjenige, der uns heute die meisten Chancen eröffnet hat. Ich kann also auch bei ihm beobachten, dass er immer fitter wird und sich immer mehr auf uns einstellt", sagt Slot und gibt zu bedenken: "Du brauchst ein bisschen Zeit, um dich anzupassen. Wir alle wissen, wie viel Qualität er hat, aber manchmal vergessen die Leute, dass er ein 22-Jähriger ist, der zum ersten Mal ins Ausland geht."