Zwischen der dänischen Hauptstadt Kopenhagen und der kasachischen Metropole Almaty liegen knapp 4700 Kilometer Luftlinie. Zehn hartgesottene Anhänger und Anhängerinnen von Qairat Almaty haben den langen Weg für das Champions-League-Spiel der 5. Runde trotzdem auf sich genommen.
Auf diese wartete im Parken Stadion eine freudige Überraschung. Denn der FC Kopenhagen zeigte sich beeindruckt von dem Engagement der Fans. Deshalb bat der Verein die zehn Personen vor Anpfiff auf das Spielfeld, wo sie von FC-Vertretern geehrt wurden und kleine Präsente überreicht bekamen.
"5000 Kilometer zu reisen, um seine Mannschaft zu unterstützen, ist aller Ehren wert", schrieb der FC Kopenhagen auf seinem Instagram-Kanal. "Zehn Auswärtsfans haben die Reise aus Almaty auf sich genommen - das möchten wir als Verein würdigen." Der Post schloss mit den Worten: "Fußball ohne Fans wäre nicht dasselbe." Auch Qairat zeigte sich von der Aktion beeindruckt: "Danke für den herzlichen Empfang", antwortete der Klub auf Instagram.
Natürlich waren im Parken mehr als jene zehn aus Kasachstan angereisten Almaty-Fans. Die restlichen haben ihre Zelte aber in europäischen Ländern aufgeschlagen und nutzten die Gelegenheit, ihr Team zu unterstützen.
Neuer "Fernreise-Rekord" durch Qairat und seine Fans
Dass Qairat Almaty und seine Fans weite Wege auf sich nehmen müssten, war von der Qualifikation für die diesjährige Champions League klar. Die mit rund 2,2 Millionen Einwohnern größte Stadt Kasachstans liegt nur knapp 300 Kilometer von der chinesischen Grenze entfernt - noch nie lag ein Champions-League-Klub östlicher. Da Almaty bei der Auslosung auch Sporting Lissabon zugelost wurde, stand sogar fest, dass es einen neuen "Fernreise-Rekord" geben wird. Zwischen den beiden Städten liegt eine Distanz von mehr als 6900 Kilometern. Wie viele Qairat-Anhänger diesen Marathon-Weg Mitte September auf sich genommen haben, ist nicht bekannt.
Die reisefreudigen Almaty-Fans werden in dieser Saison sicher noch eine Chance erhalten, sich auf den Weg zu machen: Am letzten Ligaspieltag Ende Januar 2026 geht es zum FC Arsenal - dann gilt es sogar, knapp 5600 Kilometer Luftlinie zu überwinden. Weitere "Fernreisen" wird es bei aktuell nur einem Punkt aus fünf Partien aber wohl kaum geben, der Rückstand auf die Play-off-Ränge beträgt bereits fünf Zähler.