Aus Zürich berichtet Paul Bartmuß
Bis zu einer Woche Pause mitten im Turnier könnte der deutschen Nationalmannschaft bevorstehen. Weil die UEFA keinen Viertelfinalisten bevorzugen oder benachteiligen möchte, hat sie zwischen der Vorrunde und dem Viertelfinale gleich zwei Ruhetage eingebaut.
Sollte die DFB-Auswahl am Samstag die Gruppe C auf dem zweiten Platz abschließen, würde sie erst im letzten Viertelfinale wieder einsteigen - also am Samstag in einer Woche.
Doch dieses Szenario würde Bundestrainer Christian Wück wohl allzu gern vermeiden. Nicht nur, weil der Rhythmus dann etwas unterbrochen wäre. Sondern vor allem, weil dann der Sieger der starken Gruppe D warten würde. Nach den Eindrücken des ersten Spieltags könnten das die schnellen Französinnen sein, die Titelverteidiger England überrumpelten.
Im Viertelfinale würde auf Deutschland ein Top-Gegner warten
Ohnehin hält Deutschland - auch ohne die verletzte Kapitänin Giulia Gwinn - alle Trümpfe in der Hand. Schon am späten Dienstagabend könnte der vorzeitige Viertelfinal-Einzug feststehen. Setzt man einen deutschen Sieg über Dänemark (ab 18 Uhr, LIVE! bei kicker) voraus, würde ein schwedisches Remis gegen Polen dem DFB am besten gefallen. Denn dann wäre die Wück-Elf vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Schweden schon weiter und könnte dort mit einem Unentschieden den Gruppensieg sichern.
Aber auch ein schwedischer Sieg über Polen brächte Deutschland (dessen eigenen Sieg vorausgesetzt) sicher in die Runde der letzten acht. Dann nämlich hätten Schweden und Deutschland je sechs Punkte, Dänemark und Polen je null.
Wenn sich Turnier-Mitfavorit Deutschland den ersten Platz in Gruppe C holt, geht es nach fünf Tagen Pause weiter. Am Donnerstag kommender Woche wartet dann in Zürich, also direkt in der Umgebung des Teamhotels, der Zweite der Gruppe D. Gut möglich, dass das die Niederlande oder England sind - in jedem Fall ein Top-Gegner.