Inter Mailand - Yann Sommer & Manuel Akanji
Mit vier Siegen in fünf Spielen ist der letztjährige Champions-League-Finalist auch in diese Kampagne herausragend gestartet. Erst am Mittwochabend setzte es für die Norditaliener die erste Pleite in der Champions League ab. Tief in der Nachspielzeit gelang Atletico Madrid der Siegestreffer zum 2:1.
Yann Sommer stand bislang in jedem Spiel im Tor. Lediglich in der Liga musste der langjährige Schweizer Nationaltorhüter anfangs der Saison zweimal auf die Bank. Sein Trainer baut aber weiterhin auf Sommer und hat ihn zuletzt als klare Nummer eins bezeichnet, obschon der 36-Jährige in den italienischen Medien zuletzt als "potenzielle Schwachstelle" bezeichnet wurde. Der Vertrag von Sommer läuft zum Ende der Saison bei Inter Mailand aus.
Erst am Beginn seines Inter-Abenteuers ist Manuel Akanji. Im Sommer wechselte der Verteidiger auf Leihbasis mit Kaufoption in die Lombardei. In der Abwehr ist der Schweizer Nationalspieler gesetzt. Der Spielstil kommt ihm in der Serie A entgegen, meint Akanji selbst. Er würde gerne im nächsten Sommer definitiv übernommen werden. Dafür betreibt er gerade ordentlich Eigenwerbung.
Borussia Dortmund - Gregor Kobel
Auch in der laufenden Spielzeit zählt Gregor Kobel zu den besten Akteuren bei Borussia Dortmund. Der Schweizer Nationaltorhüter zählt längst zu den Top-Torhütern dieser Welt. Dementsprechend unumstritten ist sein Status im Ruhrpott. Unter Niko Kovac haben sich die Borussen in den letzten Monaten stabilisiert, doch zuletzt waren die Auftritte der Dortmunder nicht gerade überzeugend. Vor der Partie gegen Villarreal in der Champions League setzte es für den BVB eine Niederlage gegen Manchester City sowie zwei enttäuschende Unentschieden in der Liga ab.
In der Königsklasse ist Dortmund allerdings auf Kurs. Nach fünf Partien hat der deutsche Vertreter zehn Punkte auf dem Konto. Die Teilnahme an den Playoffs ist damit sichergestellt. In den restlichen drei Spielen wird es darum gehen, einen Platz in den Top-Acht sicherzustellen. Dafür dürfte Kobels Mannschaft sechs Punkte benötigen. Nach dem verhältnismässig einfachen Spiel gegen Bodö/Glimt warten auf Dortmund mit Tottenham und Inter Mailand noch zwei starke Gegner.
Eintracht Frankfurt - Aurele Amenda
Aurele Amenda ist bei Eintracht Frankfurt keinesfalls gesetzt. Sein letzter Einsatz in der Startelf stammt vom 22. Oktober. Zu Hause gegen Liverpool durfte Amenda von Beginn weg ran. Bei der 1:5-Niederlage sah der Schweizer nicht immer sattelfest aus. In der Folge wurde der 22-Jährige lediglich zweimal in der Schlussphase eingewechselt, damit die Hessen einen Punkt oder den Sieg ins Trockene bringen konnten.
Bislang ist die Champions-League-Kampagne von Frankfurt eine Achterbahnfahrt. Auf den Gala-Auftritt gegen den türkischen Vertreter aus Istanbul folgten klare Pleiten, wie erwähnt gegen Barcelona oder ein 0:3 zu Hause gegen Bergamo. Unter dem Strich haben erst vier Punkte für die Eintracht herausgeschaut. Da muss das Punktekonto in den letzten drei Spielen noch ordentlich in die Höhe geschraubt werden, wenn das Abenteuer Königsklasse nicht bereits nach der Ligaphase beendet sein soll.
Newcastle United - Fabian Schär
Abgesehen vom Sieg über Manchester City läuft es Newcastle United in der laufenden Premier-League-Saison noch nicht wunschgemäss. Die Magpies liegen derzeit nur auf dem 14. Rang. Da hilft die Ablenkung beim prestigeträchtigsten Klubwettbewerb der Welt. Mit neun Punkten in fünf Spielen steht der englische Verein akzeptabel im vorderen Tabellenmittelfeld. Mit einem guten Run in den letzten Spielen liegt sogar eine Top-Acht-Platzierung in Reichweite. Allerdings warten noch einige knackige Aufgaben auf Newcastle.
Aus Schweizer Sicht interessiert natürlich Fabian Schär bei Newcastle United. Der Innenverteidiger ist längst eine feste Grösse des Vereins. Nach einer Verletzung Mitte September hat sich der Schweizer zurück ins Team gekämpft und zählt wieder zu den Stammspielern. Sein Vertrag läuft zum Ende der Saison aus. Ob sein Abenteuer in der Premier League nach sieben Jahren endet, ist noch offen. Mit seiner Erfahrung und Qualität wird es sicherlich einige Vereine geben, die an einer Verpflichtung Schärs interessiert wären.
Union Saint-Gilloise - Marc Giger
Der 21-Jährige ist der unbekannteste Schweizer, der in dieser Spielzeit in der Champions League spielen darf. Beim belgischen Meister Union Saint-Gilloise hat sich Marc Giger ins Team gespielt. Der Schweizer, der nie in der höchsten Liga in seiner Heimat auflief, ist Ergänzungsspieler beim belgischen Spitzenverein und belebt die Flügel. Auch in der Königsklasse durfte Giger bereits 113 Minuten aufs Feld.
So wie Marc Giger versucht, sich in die Stammformation bei den Belgiern zu kämpfen, ist Saint-Gilloise darum bemüht, sich einen Platz in den Top-24 in der Champions League zu erreichen. Mit sechs Punkten nach fünf Spielen steht der belgische Meister genau am Strich. Es wird ein heisses Rennen in den letzten drei Spielen.
AS Monaco - Philipp Köhn & Denis Zakaria
Auch nach dem Abgang von Breel Embolo zu Stade Rennes spielen bei der AS Monaco nach wie vor zwei Schweizer. Denis Zakaria und Philipp Köhn stehen bei den Monegassen unter Vertrag. Zakaria ist gar der Captain der Mannschaft und im zentralen Mittelfeld gesetzt, wenn ihn nicht gerade eine Verletzung zu einer Pause zwingt, wie im September und Oktober. Ungemütlicher ist die Situation für Philipp Köhn. Der Torhüter ist nur die Nummer zwei. Auf seine vielen Einsätze ist der Schweizer in der laufenden Saison nur gekommen, weil Lukas Hradecky für gut zwei Monate ausgefallen ist. Jetzt ist der Finne zurück und Köhn muss auf der Bank Platz nehmen.
Sportlich darf man bei der AS Monaco mit der laufenden Saison auch nicht zufrieden sein. Trainer Adi Hütter musste bereits nach wenigen Wochen gehen, doch Konstanz kehrte auch nach der Entlassung des einstigen YB-Meistertrainers nicht ein. Platz acht in der Liga entspricht nicht dem Anspruch des Vereins und auch in der Champions League läuft es noch nicht nach Mass. Nach dem Unentschieden gegen den zypriotischen Vertreter aus Pafos liegt Monaco auf dem 23. Platz. Gegen Galatasaray, Real Madrid und Juventus müssen noch dringend Punkte her.
Olympique Marseille - Ulisses Garcia
Etwas kompliziert ist die Situation für Ulisses Garcia bei Marseille. Seine letzten beiden Auftritte konnte der Aussenverteidiger nicht wirklich für Eigenwerbung nutzen. Gegen Auxerre flog der Schweizer vom Platz und in der Champions League gegen Atalanta Bergamo verlor seine Mannschaft mit Garcia auf dem Feld mit 0:1. Seither muss Garcia auf der Bank Platz nehmen. Allgemein ist der Schweizer beim französischen Spitzenclub nicht die erste Wahl. Er muss sich mit einzelnen Teileinsätzen begnügen.
Der Verein selbst steht gut da. In der Ligue 1 liegt Marseille nur zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter Paris Saint-Germain. In der Champions League haben die Franzosen nach dem Sieg gegen Newcastle am Mittwochabend auch einen Schritt vorwärtsmachen können. Neu liegt Olympique Marseille auf dem 21. Platz, dieser berechtigt zur Teilnahme an den Playoffs. Für den Trainer Roberto De Zerbi gibt es also aktuell wenig Anlass, um bei seiner Elf wild zu rotieren und Garcia aufzustellen.