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SpVg Schonnebeck: Vakanz auf der Sechs und ein personeller Einschnitt

kicker

Dirk Tönnies bleibt auch über die laufende Saison hinaus Trainer der SpVg Schonnebeck. Nach Wochen der öffentlichen Zurückhaltung hatte er öffentlich zunächst noch offen gelassen, ob er weitermachen würde; rückblickend bezeichnet er seine damalige Aussage als "überspitzt". Die Entscheidung für eine Fortsetzung traf er nach intensiven Gesprächen mit dem Team und Leuten aus dem Verein: "Viele Menschen aus dem Umfeld sind auf mich zugekommen und haben gesagt, dass es das noch nicht gewesen sein kann. Das hat mich sehr bewegt." Wichtig sei ihm dabei gewesen, dass auch die Sportliche Leitung um Sportdirektor Christian Leben und den ersten Vorsitzenden Frank Isert weiter in der Konstellation zusammenbleibt.

Sportlich passt die Entscheidung zu einer Saison, die viele so nicht erwartet hatten. 15 neue Spieler, darunter mehrere junge Talente, wurden im Sommer integriert. Trotz des Abgangs des Offensiv-Trios Arne Wessels, Conor Tönnies und Artur Golubytskyi bleiben die Schwalben in Schlagdistanz zur Tabellenspitze. "Unser Kader muss sich nach dem Umbruch erst finden", erklärt Tönnies. Gleichzeitig warnt er: "Wir haben sehr viele Punkte gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel abgegeben und müssen an unserer Konstanz arbeiten." Druck wolle sich der Klub jedoch nicht zusätzlich machen.

Bloch wechselt wohl in den Trainerstab

Für die kommende Saison steht bei der SpVg Schonnebeck ein größerer personeller Einschnitt bevor - allerdings nicht aus sportlichen Gründen. Mehrere erfahrene Spieler denken über ein Karriereende oder einen Wechsel nach. Der Kapitän wird voraussichtlich eine neue Aufgabe bekommen: "Matthias Bloch geht wahrscheinlich ins Trainerteam und hört als Kapitän auf", erklärt Tönnies. Bei Routiniers wie Philipp Schmidt, Kevin Kehrmann und Timo Brauer spielen familiäre oder berufliche Faktoren eine zunehmend wichtige Rolle. "Wir würden natürlich gerne mit den Jungs weitermachen, aber das muss in Ruhe besprochen werden", so der Trainer.

Planungssicherheit besteht bei Leistungsträgern mit laufenden Verträgen: Nico Bosnjak, Robin Brandner und Len Blackmann bleiben an Bord. Innenverteidiger Noah Kloth dürfte für höherklassige Vereine interessant sein, dennoch zeigt sich Tönnies optimistisch: "Wir hoffen, dass er bei uns bleibt, weil er sich sehr wohlfühlt und wir mit ihm extrem zufrieden sind." Auch die Gespräche mit Talenten wie Lennon Jung (fünf Tore/drei Vorlagen) seien bisher gut verlaufen. "Die Rückmeldungen der jungen Spieler sind durchweg positiv, mehrere möchten weiterhin für den Verein spielen."

Aktuell beschäftigt die SpVg Schonnebeck vor allem die personelle Lage im defensiven Mittelfeld. In der Winterpause verließen Luca Pinke, Leon Bachmann und Henri Kvesa den Verein - alle, außer Thorben Kern, waren als Sechser eingeplant. "Die Position im defensiven Mittelfeld ist derzeit sehr vakant, da wir drei Sechser abgegeben haben", erklärt Dirk Tönnies. Hinzu kommt die Verletzung von Simon Skuppin (Sehnenriss), der länger ausfällt. Daher scheint ein Transfer nicht ausgeschlossen.

Stadionumbau kommt kaum voran

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Regionalliga-Tauglichkeit des Stadions Schetters Busch. Ursprünglich hatten Stadt und Verein einen umfassenden Umbau mit Kosten von rund 950.000 Euro geplant, diese Pläne wurden jedoch verworfen. Stattdessen soll der Sportpark "Am Hallo" als Übergangslösung hergerichtet werden: Mobile Zäune, Wellenbrecher und getrennte Zugänge reichen, um Heim- und Gästefans zu trennen; die Kosten liegen bei etwa 340.000 Euro. Tönnies zeigt sich skeptisch und appelliert: "Es ist manchmal frustrierend, dass wir von Entscheidungen anderer abhängig sind. Der Umbau am Schetters Busch sollte jetzt vorangetrieben werden, damit wir diesen letzten Schritt auch sportlich gehen können."