Aus Bremens Trainingslager in Zell am Ziller berichtet Tim Lüddecke
Geplant sei das so nicht gewesen, beteuert Niklas Stark; erst rund zwei Wochen vor Beginn der Sommerpause habe man gemeinsam festgestellt, dass auch Michael Zetterer nach Saisonende im gleichen Hotel urlauben würde - und zwei weitere Wochen später kurioserweise sogar noch ein weiteres Mal.
"Das war dann ein bisschen spooky", sagt Stark - was für die beiden Bremer Profis zumindest den Nebeneffekt hatte, die seinerzeit erfolgte Trennung zwischen Werder und Ex-Trainer Ole Werner in bekannter Gesellschaft zu erleben.
"Da konnten wir uns auch ein bisschen zu austauschen", berichtet Stark mit einem Grinsen. Und weiter: "Ich glaube, es war gut, dass der Verein den Zeitpunkt gewählt hat, damit wir das Ganze verarbeiten können."
Werner deutete auf nötige Veränderung hin
Der 30-Jährige blickt zurück auf eine "erfolgreiche Zeit mit Ole", verrät aber auch, dass Werner in einem gemeinsamen Gespräch deutlich gemacht habe, dass "man immer wieder auch Veränderung braucht", so Stark, "deswegen versuchen wir das so anzunehmen".
Und Veränderung könne im Idealfall dann "einen Fortschritt bedeuten". Zumal der Verteidiger auch durchblicken ließ, dass während der dreieinhalb Jahre unter Werner neue Impulse naturgemäß immer schwieriger zu setzen waren.
"Wir waren übertrieben gesagt ein bisschen eingesessen", erklärt Stark: "Wir wussten mehr oder weniger, was wir in der Woche trainieren. Wir wussten, wann es Essen gab und so weiter - das war für uns alles klar."
Stark: "Jetzt muss man mal wieder denken"
Dass sich unter dem neuen Trainer Horst Steffen nun "drum herum sehr viel für uns verändert", sei nicht nur spannend, sondern könnte auch "etwas im Kopf bewirken", betont der Werder-Profi: "Jetzt muss man mal wieder denken außerhalb vom Platz - das ist auch mal nicht schlecht."
Steffen steht laut Starks Eindrücken für "ein klares Konzept mit hoher Intensität - und das wollen wir jetzt so schnell wie möglich reinkriegen". Dass für den Innenverteidiger dabei auch der Wechsel von Dreier- auf Viererkette bevorsteht, "sollte kein Problem sein".
Die Unterschiede dieser zwei Defensivformationen würde man indes vor allem in den Anforderungen feststellen, "die schnell passieren müssen: Wer schiebt im Sechzehner raus, wer nicht, wer bleibt? Das ist dann schon anders", erklärte Stark: "Aber das wird sich dann auch finden."